Das Perchtoldsdorfer Rad-Opening 2019

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Eine Empfehlung aus dem neuen Radverkehrskonzept lautet, alljährlich die Radsaison gemeinsam feierlich zu eröffnen. Eine gute Gelegenheit für das Initial-Opening wäre am Ostermontag, den 22. April 2019. Nicht nur weil Ostern ein guter Zeitpunkt ist, etwas zu beginnen, sondern auch, weil ab nun die Diskussionen zu führen sind, welche Maßnahmenvorschläge aus dem Radverkehrskonzept wann und wie umgesetzt werden können.

Und nicht zuletzt hat sich die intensive Arbeit am Radverkehrskonzept einen würdigen Abschluss verdient. An dieser Stelle sei allen herzlich gedankt, die sich eingebracht haben. Allen voran DI Michael Skoric, der mit seinem Kollegen DI Michael Gretzl den Prozess professionell und engagiert in enger Kooperation mit Verkehrsreferentin Johanna Leitner abgewickelt hat. Ein großes Dankeschön geht auch an DI Michael Kniha, der als „Elder Trafic-Statesmen“ all seine Erfahrung und sein Wissen aus einem schier unerschöpflichen Archiv einfließen hat lassen.

Ok, wie machen wir ein Rad-Opening? Das zugehörige, passende Format muss freilich noch entwickelt werden, weswegen wir es mehr oder weniger low budget anlegen und dann schauen, was sich wo sinnvollerweise dazuschalten lässt. So ein Projekt braucht wohl ein paar Jahre um heran- und auszureifen. Dabei gehen wir fürs erste nach der Methode der offen fließenden Organisation vor. Wer sich einbringen möchte – in welcher Form auch immer – ist herzlich willkommen! Was sich bis 22.4. umsetzen lässt, wird in das Projekt integriert.

Aber beginnen wir einmal bei den Basics: Wo soll es stattfinden? Sinnigerweise auf Radrouten, wobei sich z.B. folgender Rundkurs ergeben könnte:

Route

Für jene, die z.B. einen Feiertagsausflug mit Rad und Familie planen, könnte die markierte Rad-Opening-Route quasi zum Ziel 1-Ausflugs-Gebiet werden. Es müssen ja nicht alle im Pulk gleichzeitig durch den Ort kreisen, es würde reichen, einander zu erkennen, um zu wissen, wer noch aller dabei ist. Anbieten würde sich da die mehr oder weniger dezente Schmückung des Fahrrads (da ließe sich auch ein Preis für das hübschest geschmückte Fahrrad ausschreiben)…

Entlang der Route können auch Zwischenziele ausgewiesen werden, Labestationen oder sonstige Attraktionen, wo man ins Gespräch kommen kann. Mit Klick auf die Grafik oben kommt man auf die zugehörige GoogleMap, wo die Routen und interessante Ziele beschrieben sind und ggf. zu Events weiterverlinkt wird. Beim Alten Bahnhof findet z.B. das traditionelle Osternestsuchen, umrahmt von Sonderfahrten auf der Kaltenleutgebner Bahn statt. Und es gibt an dem Tag sicher noch etliche weitere lohnenswerte Ziele oder Sehenswürdigkeiten, wo man immer schon einmal vorbeischauen wollte.

Die Map lässt sich freilich laufend um weitere Angebote ergänzen. Wer z.B. das Bedürfnis hat, den vielen Radfahrenden Danke dafür zu sagen, dass sie die Luft rein halten, keine Parkplätze brauchen, die Staus verkürzen und die Treibstoff-Preise niedrig halten, könnte für den Tag eine kleine Rast- und Labestation für sie einrichten, wo es je nach dem Speis und Trank, Musik und Tanz gibt – körperliche und seelische Stärkung so zu sagen 🙂

Wer einfach nur das Bedürfnis hat, auf den Plätzen und Plätzchen im Ort etwas zu unternehmen, Publikum anzuziehen oder zum Mitmachen animieren möchte, möge eine Kurzbeschreibung der geplanten Performance durchgeben, damit wir sie in der GoogleMap eintragen können.

Ja, schauen wir einmal was daraus wird. Gestaltungsvorschläge oder Gestaltungsbeiträge werden ab sofort auf allen Kanälen gerne entgegengenommen und eingearbeitet!

Viel Spaß beim Tüfteln und Aushecken, Planen und Gestalten 🙂

 

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Das neue Perchtoldsdorfer Radverkehrskonzept liegt vor!

Nachdem am Freitag, den 22. Februar 2019 auch der 2. Workshop im Zuge der Erstellung des Radverkehrskonzepts für Perchtoldsdorf erfolgreich absolviert wurde, können hier die zugehörigen Unterlagen abgefragt werden.

-> Die Präsentation im Mobilitätsausschuss

-> Das Radrouten-Zielnetz

Zielnetz 2019 02 26

-> Die Maßnahmenliste

-> Maßnahmenvorschläge für 9 prioritäre Örtlichkeiten

SAMSUNG CSC

Damit liegt eine fundierte Grundlage für allfällige Umsetzungsmaßnahmen vor, die folgend vom Gemeinderat diskutiert und allenfalls beschlossen werden können.

Radverkehrskonzept: Viele Inputs beim 1. Workshop!

Bei knapp unter 0°C und etwas Wind startete am 30. November der 1. Workshop zum neuen Radverkehrskonzept mit einer Runde durch den Ort, um einige neuralgische Punkte direkt zu besichtigen.

Die Route führte vom Marktplatz in den Zellpark (ja, bei der Buchhandlung ist ein öffentlicher Durchgang), sodann beim Kulturzentrum vorbei zum Kreisverkehr beim Erholungszentrum. Schließlich über eine der schönsten Radrouten Perchtoldsdorfs auf dem Wasserleitungsdamm bis zur Ambros-Rieder-Gasse. Und anschließend durch diese, ein Stück Wiener-Gasse und die Eigenheimstaße bis zur Stuttgarterstraße, um dann über Matthias-Lang-Gasse, Christoph-Gluck-Gasse, Neustiftgasse und Fuggergassl wieder auf den Marktplatz zu gelangen.

 

Nach einer kleinen Aufwärm- und Stärkungspause präsentierten DI Michael Skoric und Michael Gretzl, BSc. was sie bisher zum Radverkehrskonzept erarbeitet hatten und wie es weitergehen soll. Die Präsentation kann hier herunter geladen werden.

Anschließend wurden verschiedenste Verbesserungsvorschläge eingebracht und diskutiert. Diskussionsgrundlage waren die nachfolgenden Pläne (anklicken, um sie in größerer Auflösung betrachten zu können).

Bestandsnetz 2018 11 30

Bestand Abstellanlagen 2018 11 30

Ebenso stand die Vision eines Radrouten-Zielnetzes zur Diskussion:

Zielnetz 2018 11 30

Die vielen Verbesserungsvorschläge werden nun in das neue Radverkehrskonzept eingearbeitet, das beim 2. Workshop, am 22. Februar 2019, Treffpunkt wieder um 15:30 Uhr vor dem Restaurant Alexander präsentiert und besprochen wird.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich bisher so konstruktiv eingebracht haben!

Wenn Sie Vorschläge oder Ideen haben, wie das Perchtoldsdorfer Radroutennetz sicherer und familienfreundlicher werden kann, zögern Sie bitte nicht hier einen Kommentar zu hinterlassen 🙂

 

Stärkung der Mitte – Zwischenstand Mai 2017

Die Machbarkeitsstudie zur Neugestaltung des Marktplatzes kommt in die finale Phase. In den ersten Maitagen fanden dazu drei Workshops mit verschiedenen Gruppen unmittelbar Betroffener statt: den Geschäftsleuten am Marktplatz, den Geschäftsleuten in der Wienergasse, sowie den AnrainerInnen am Marktplatz. Dabei wurden verschiedene Varianten der Verkehrsorganisation und der Nutzungszonierung vorgestellt und besprochen. Die dazugehörige Präsentation kann hier eingesehen werden:

Machbarkeitsstudie Mai 2017 Titelblatt

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie dienen in Folge als Grundlage für die eigentliche Gestaltung. Zu diesem Zweck soll ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben und das Siegerprojekt im Herbst gekürt werden.

Sollten Sie noch Fragen bzw. Anregungen haben, nutzen Sie bitte gerne die Kommentarfunktion hier. Wir bemühen uns, umgehend zu antworten 🙂

Ja, die Neugestaltung des Marktplatzes und die Stärkung des Ortskerns ist ein großes Projekt. Freilich gibt es auch unterschiedliche, einander mitunter widersprechende Interessen. Aber ich denke durch eine achtsam geführte, einander wertschätzende Diskussion, werden wir zu einer Lösung finden, mit der alle gut leben können. Und die darüber hinaus einen kräftigen Impuls in Richtung „Wie wollen wir im 21. Jahrhundert eigentlich das Zusammenleben gestalten?“ liefert.

Empfohlen Sei auch diesen Blog zu abonnieren, um den weiteren Fortgang der Diskussion zu verfolgen bzw. Ihre Perspektive einzubringen.

Es ist so weit – die Diskussion ist eröffnet!

Nach einer langen sich aus mehreren Quellen speisenden Vorgeschichte hat sich seit November 2013 nun aus mehreren Strängen ein Konzept verdichtet, das mittlerweile so weit gediehen ist, um eine ernsthafte öffentliche Diskussion darüber zu führen.

Es handelt sich dabei um einen neuen Typ Straßenbahn, die auf der nun völlig ungenutzten Trasse der Kaltenleutgebner Bahn entwickelt werden könnte. Nach einer ersten intensiven Phasen der Vorsondierung, stehen wir nun vor dem nächsten größeren Schritt: in einer fundierten Sondierungsstudie, einem sogenannten „Urbanen Mobilitätslabor“, soll das Konzept – es hört derweil auf den Arbeitstitel „Tram on Demand“ – in all seinen Aspekten professionell durchgecheckt werden, wobei wir als Ergebnis anstreben, eine möglichst solide Entscheidungsgrundlage zu haben, bevor dauerhafte Maßnahmen zur Entscheidung anstehen.

Wer sich genauer interessiert bzw. auf dem Laufenden bleiben möchte, dem sei der neu eingerichtete Blog unter http://tramondemand.at empfohlen. Wer die weitere Entwicklung des Projekts quasi live mitverfolgen will, ist in unserer Facebook-Gruppe gut aufgehoben. Dort gibt es auch jeweils die Möglichkeit mitzudiskutieren und selbstverständlich sind alle konstruktiven Beiträge willkommen! Das Projekt verträgt noch viele mitdenkende und zupackende Hirne und Herzen, damit es in ansehbarer Zeit wohl gedeiht 🙂

Zur weiteren Einstimmung hier die ersten Medienberichte:

Die Titelseite der NOE24 vom 1.6.2014

20140530 NOE24 01 AusschnittAus der NÖN vom 4.6.2014:

20140604 NÖN 01 Tramondemand Ausschnitt

Und wer sich lieber persönlich informieren möchte, sei herzlich zum kommenden Jane’s Walk eingeladen:

20140615 Jane's Walk 72

Der Marktplatz

Am 26. Oktober 2013 findet von 11 bis 14 Uhr in der Neuen Burg der in Perchtoldsdorf schon traditionelle Dorf:Dialog statt. Es sind alle Gemeindereferate vertreten und stehen ebenso wie viele Perchtoldsdorfer Vereine zum Dialog bereit.

Diesmal soll auch der Startschuss über mögliche künftige Nutzungen des Ortskerns fallen, wie schon in der NÖN vom 28.8.2013 berichtet wurde:

Ausschnitt NÖN 20130828-20
Dem Mobilitätsreferat fällt es nun zu, die dazu eingebrachten Vorschläge zu sammeln und für die weiteren zu führenden Diskussionen aufzubereiten. Wir haben zur Hilfestellung folgende Skizze erstellt, wo jede und jeder eintragen kann, was wo wünschenswert wäre:

Martkplatz-A3

Sie können sich diese Skizze auch ausdrucken (wenn Sie sie anklicken, erscheint sie in voller Auflösung) und selbst eintragen, was Sie sich von unserem Ortskern künftig wünschen. Wir sammeln gerne alle Ideen und bereiten die Vorschläge für die weitere Diskussion hier auf.

Lassen Sie Ihrer Phantasie ruhig freien Lauf, wir sind gewissermaßen erst in der Brainstorming-Phase. Lt. Wikipedia gelten beim Brainstorming folgende Regeln:

  1. Kombinieren und Aufgreifen von bereits geäußerten Ideen.
  2. Kommentare, Korrekturen, Kritik sind verboten.
  3. Viele Ideen in kürzester Zeit.
  4. Freies Assoziieren und Phantasieren ist erlaubt.

Erst wenn sich das in Perchtoldsdorf sicherlich reichlich vorhandene kreative Potenzial voll entfalten konnte – und es wäre doch sehr schade, wenn wir dieses für eine so wichtige Entscheidung nicht nutzen würden – geht es darum, aus der Fülle an Ideen umsetzbare Konzepte zu erarbeiten.

Und dann erst setzt der eigentliche Entscheidungsprozess ein. Wobei angedacht ist auch hier ein neu entwickeltes Entscheidungsverahren einzusetzen, das sich Systemisches Konsensieren nennt. Dieses Verfahren wurde entwickelt um auch in größeren Gruppen zu möglichst tragfähigen und dauerhaften Entscheidungen zu gelangen. Kurz gesprochen wird dabei nicht die einfache Mehrheit ermittelt, sondern die Lösung, die den geringsten Widerstand produziert, also jene, mit der möglichst alle am besten leben können.

Nachlese zum 14. Mobilitätsplenum

Am Freitag, den 20. September 2013 fanden sich zahlreiche Interessierte im Kulturzentrum ein, um die Ergebnisse der VOR-Studie zur möglichen künftigen Gestaltung des öffentlichen Verkehrs ins Kaltenleutgebner Tal zu diskutieren.

Totale

Nach einer Einführung in die Problemlage durch Bürgermeister Schuster und einen Überblick über die aktuelle Verkehrssituation in der Region mit Fokus auf Perchtoldsdorf durch Mobilitätsgemeinderat Apl (siehe auch hier und hier) waren die beiden Hauptreferenten am Wort.

DI Andreas Hacker und DI Christian Rittler

DI Andreas Hacker (links) vom Stadt-Umland Management (SUM) schilderte den bisherigen Diskussionsprozess – „kaum ein Planungsbüro, dass sich nicht schon mit dem Kaltenleutgebnertal beschäftigt hätte“. Die Präsenationsunterlagen können hier eingesehen werden.

DI Christian Rittler (rechts im Bild) erstellte im Auftrag des VOR die Variantenuntersuchung zum öffentlichen Verkehr. Untersuchungsgegenstand war einerseits die Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Kaltenleutgebnerbahn und andererseits die Beschleunigung der bestehenden Buslinie 255. Die dazugehörigen Präsentationsunterlagen können hier eingesehen werden.

Es war ein Zwischenschritt im Diskussionsprozess, um Klarheit über eine Auswahl von Möglichkeiten zu erlangen. Das Endergebnis ist freilich noch offen.

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