6. österreichische Fachkonferenz für FußgängerInnen

 

 

Wasser weg? Die Rio+20 Kulturwanderung machte Station in Perchtoldsdorf

Am 28. Mai macht die „Wasser weg? Rio+20 Kulturwanderung in Perchtoldsdorf Station. Mehr als 110 km legten die TeilnehmerInnen der 5-tägigen Wanderung entlang der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung am Pfingstwochenende 2012 zurück. Hintergrund und Anlass für das von kulturen in bewegung/VIDC initiierte Projekt war die UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung RIO+20.

Zielsetzung des Projektes „wasser-weg“ war es, die TeilnehmerInnen zu ermutigen, den eigenen Lebensstil in Frage zu stellen; die Lebensgrundlage Wasser aus einer globalen Perspektive zu thematisieren; mittels inter- und transkultureller Kunstprojekte kritische Auseinandersetzung und Diskurs anzuregen; die Aktivitäten von Umwelt-Initiativen und deren Visionen sichtbar zu machen; sowie künstlerische Auseinandersetzung zum Thema „Nachhaltigkeit“ anzuregen. Sich gemeinsam, bewusst auf den Weg zu machen, um Perspektiven zu entwickeln – wider die Resignation angesichts der prekären globalen Lage!“

Nach einer kleinen von der Marktgemeinde Perchtoldsdorf zur Verfügung gestellten Stärkung und der Verkostung von Perchtoldsdorfer Wasser machte sich die Gruppe der Wiener Wasserleitung folgend auf den Weg Richtung Liesing.

Der komplette Bericht kann hier heruntergeladen werden (10.8 MB, .docx).

*

Kindermeilen-Kampagne – Wege für ein besseres Klima

Kindergartenkinder und SchülerInnen aus ganz Europa beteiligen sich jährlich von März bis November an dieser Klimabündnis-Kampagne und sammeln umweltfreundliche Schul- und Kindergartenwege!

Das Klimabündnis ist das größte kommunale Klimaschutz-Netzwerk Europas. Die globale
Partnerschaft verbindet mehr als 1.600 Gemeinden aus 18 Ländern in Europa mit
Indigenen Völkern des Regenwaldes. In Österreich haben sich über 920 Gemeinden,
alle Bundesländer, 660 Betriebe und mehr als 280 Bildungseinrichtungen dem
Klimabündnis angeschlossen. Ihr gemeinsames Ziel ist eine umfassende Reduktion der
Treibhausgas-Emissionen sowie der Schutz des Regenwaldes.

Alle Infos gibt es hier.

*

Das Geh- und Radfahrprogramm für Perchtoldsdorf 2012 – 2017

Nachdem das Mobilitätsleitbild am 28. März 2012 den Perchtoldsdorfer Gemeinderat passiert hat, geht es nun darum, die vorgeschlagenen Maßnahmen auf ihre Durchführbarkeit und Finanzierbareit zu untersuchen.

Die weitere Vorgangsweise wurde in einem ersten Vorgespräch mit den Förderstellen so definiert:

  • Aufbauend auf dem Mobilitätsleitbild Perchtoldsdorf soll vorerst das „Geh- und Radfahrprogramm Perchtoldsdorf“ bei klima:aktiv mobil zur Förderung eingereicht werden. Ein Programm zum „Öffentlichen Verkehr“ bedarf noch umfangreicher Vorarbeiten und wird daher zu einem späteren Zeitpunkt eingereicht.
  • Förderbar sind sowohl infrastrukturelle als auch bewusstseinsbildende Maßnahmen – idealerweise in Kombination. Förderquote: 50% der Projektsumme ohne Ust, Deckelung: maximale förderbare Summe: € 1.500 pro voraussichtlich durch das Programm einzusparende Tonne CO2.
  • Die „CO2-Berechung“ erfolgt aufgrund der Projektbeschreibung bzw. Zielvereinbarung kostenlos durch uns bzw. unseren Partner Büro Herry – DI Markus Schuster.
    Beispielberechnung:  Annahme: Einsparung von 300t CO2 = € 450.000 anerkannte förderbare Projektsumme – Förderung bis zu € 225.000 (50%). Wichtig: Einreichung muss vor Umsetzungsbeginn erfolgen!
  • Das einzureichende Geh- und Radfahrprogramm Perchtoldsdorf besteht aus:
    • Professionelle Bewusstseinsbildungskampagne für nachhaltige Mobilität mit den Themen „Gehen“, „Radfahren“, Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel“, „Fahrgemeinschaften“ über mehrere Jahre. Die Kampagne repräsentiert auch das Design der zukünftigen Mobilitätsinformation in Perchtoldsdorf
    • Übersichtliche, motivierende Information über nachhaltige Mobilität auf der Gemeindehomepage (im Kampagnendesign)
    • Mobilitäts-Informationsmappe für GemeindebürgerInnen bzw. vorerst alle NeubürgerInnen / ZuzüglerInnen (im Kampagnenstil)
    • Schaffung eines durchgängigen Gehroutennetzes durch Lückenschlüsse und Optimierungen: Entschärfung der Engstellen xy, fußläufige Anbindung des Tirolerhofes   ….hier anführen
    • Erhöhung der Gehqualität durch Raststationen, Regenschutz, Schattenspender etc.
    • Errichtung eines attraktiven Fußweg-Leitsystems in Abstimmung mit dem Radleitsystem
    • Aktionen mit den Schulen zur Attraktivierung der Nutzung der Schulwege (z.B. Pedibus-Aktion, Klimabündnis-Aktion: Klimameilen, Aktion „Gehen geht“)
    • Errichtung einer Geh- und Radbrücke über die Südbahn, die eine wesentliche Erleichterung für FußgängerInnen und RadfahrerInnen bringt
    • Schaffung eines durchgehenden Radwegenetzes durch folgende Lückenschlüsse:     …..hier anführen  (inkl. Einbahnöffnungen)
    • Ergänzung des bestehenden Radleitsystems:  xy Tafeln nach RVS
    • Errichtung von attraktiven Fahrradabstellplätzen an wichtigen Punkten:      …..hier genauer beschreiben  (auch überdachte und diebstahlsichere Varianten)
  • Das „Programm“ sollte zuerst kompakt (2-5 Seiten) beschrieben werden, wobei in der Einleitung ein Bezug zu einem Verkehrs-/Mobilitätskonzept (bzw. zum Mobilitätsleitbild) hergestellt werden sollte und was man sich von diesem Paket an verkehrlichen Wirkungen erwartet. Ebenso sollte erwähnt werden, dass auch an einem Programm zur Attraktivierung des ÖV gearbeitet wird, das zu einem späteren Zeitpunkt eingereicht wird – dieses ergänzt sich optimal mit den „Geh- und Radverkehrsprogramm“.
    Die Kurzbeschreibung könnte etwa aus obiger Aufzählung, ergänzt um jeweils einige Zeilen genauere Beschreibung pro Punkt, bestehen. Weiters sollten schon in der Kurzbeschreibung Übersichtspläne (z.B. Geh- und Radroutennetz mit eingezeichneten Lückenschlüssen) und eine Kostenaufstellung zu den einzelnen Maßnahmen enthalten sein (Tabelle mit Kosten und z.B. Stückzahlen zu Radständern, benötigten Schildern etc.).
  • In der Anlage zur Kurzbeschreibung sollten dann nähere Informationen zu den komplexeren Maßnahmen enthalten sein (z.B. Pläne der Radwegeabschnitte und der Geh- und Radwegbrücke, 2 Seiten zum Kampagnenkonzept, Angebote bzw. Preislisten zu den Radständermodellen, etc.)
  • Die Formblätter: Förderantrag, technisches Datenblatt, Zielvereinbarung können wir gerne vorbereiten, sobald es die Kurzbeschreibung gibt. In der Zielvereinbarung würde etwa die obige Aufzählung (etwas konkretisiert) angeführt werden sowie die sich daraus ergebende CO2-Einsparung.
  • RADLand NÖ:  Die Geh- und Radwegbrücke“ kann auch zusätzlich bei der RADLand-Schlüsselprojektförderung eingereicht werden (bis € 100.000 Förderung)
    siehe: http://www.radland.at/index.php?id=241
  • RADLand NÖ:  Evtl. kann für die bewusstseinsbildende Kampagen (zumindest für den Teil „Radkampagne“) auch von RADLand NÖ ein Beitrag (max. € 5.000 p.a.) beansprucht werden  (evtl. gleich für 2-3 Jahre beantragen).
    siehe: http://www.radland.at/index.php?id=172
  • Doppelförderungen  durch Land NÖ (RADLand NÖ) und Bund (klima:aktiv mobil) sind zulässig   (Es müssen aber zumindest 25% Gemeindeanteil übrig bleiben).

Hier finden Sie die Förderformulare

http://www.vsicher.at/mobilitaetsmanagment/nachhaltig.html  (unten).

Soweit der Plan. Jetzt geht es darum diese Checkliste abzuarbeiten. Sie wird dann noch je nach Baufortschritt mit den noch ausständigen Ergänzungen versehen und mit Links zu den entsprechenden Materialien angereichert.

Schutzweg B13 Höhe ADEG-Markt

Auf Anregung einiger AnrainerInnen wird zur Zeit untersucht, ob ein Schutzweg über die Donauwörther Straße in Höhe des neuen Adeg-Marktes umsetzbar ist. Bei einem ersten Lokalaugenschein war ein reges Fußgängeraufkommen zu registrieren:

Auch die BH stellt fest: „Nach erfolgter Querschnittszählung ist die Voraussetzung zur Errichtung eines Schutzweges nach verkehrstechnischer Sicht gegeben“ und lädt für 12.5. zu einer nächsten Verkehrsverhandlung.

Mobilitätsleitbild angenommen!

Liebe Arbeitsgruppe zu Erstellung eines Mobilitätsleitbildes für Perchtoldsdorf, liebe Interessierte!

Nicht ohne Freude darf ich berichten, dass wir eine wichtige Hürde in unserem Ringen um eine menschlichere Mobilität genommen haben und möchte mich herzlich für die bisher geleisteten Beiträge und die ernsthafte, aber wohltuende Zusammenarbeit bedanken! Nicht ohne eine gewissen Stolz und bei aller angemessenen Bescheidenheit, glaube ich, dass wir da etwas ziemlich Einmaliges hervorgebracht haben. Es ist z.B. ein echtes Mobilitätsleitbild geworden und nicht nur ein Verkehrskonzept für den Autoverkehr. Damit haben wir auch schon mediales Interesse erweckt. Ö1 brachte am 26.3. ein „Dimensionen – die Welt der Wissenschaft“ zum Thema Gehen, wo unser Leitbild lobend erwähnt wird.

Der Gemeinderat der Marktgemeinde Perchtoldsdorf hat in seiner Sitzung am 28. März 2012 einstimmig das von unserer Arbeitsgruppe vorgeschlagene „Perchtoldsdorfer Mobilitätsleitbild als Richtlinie für die künftige Mobilitätspolitik in Perchtoldsdorf“ angenommen. Hier können die Volltexte heruntergeladen werden:

Jetzt geht es verstärkt in die Umsetzung. Der nächste Schritt ist, die vorgeschlagenen Maßnahmen zu einem förderfähigen Paket zu schnüren, das unter dem Arbeitstitel „Geh- und Radprogramm für Perchtoldsdorf 2012 – 2017“ laufen wird. Wir sind schon dabei, die Unterlagen für den Förderantrag zusammenzutragen. Diese durchlaufen dann mehrere Prüfprozesse und wir hoffen noch vor dem Sommer positive Signale von der Antragsprüfungskommission zu bekommen. Die Zeitpunkte der tatsächlichen Umsetzung und die Reihenfolge hängen dann natürlich wesentlich von den budgetären Möglichkeiten der Gemeinde ab. Aber wir liegen mit den Verkehrsproblemen in der nach Dringlichkeit gereihten Prioritätenliste recht hoch.

Gleichzeitig wird auch eine 2. neue Schiene eröffnet, die die Probleme im Bezug auf den Öffentlichen Verkehr angeht: „Programm für den Öffentlichen Verkehr in der Region Perchtoldsdorf 2012-2022“.

Selbstverständlich wird es zu beiden Programmen Arbeitgruppen geben und ich ersuche um Nachricht, wer bei welcher Arbeitsgruppe partizipieren möchte, danke schön! Ich bemühe mich auch, die Entwicklung der Programme hier zeitnah zu dokumentieren, um sie möglichst breit besprechen zu können.

Auf eine auch weiterhin wohl gelingende Zusammenarbeit für Perchtoldsdorf!

Ich wünsche ein frohes Osterfest!

Christian Apl

Arbeitsgruppe stellt Mobilitätsleitbild fertig

Die offene Arbeitsgruppe zur Erstellung des Mobilitätsleitbildes für Perchtoldsdorf hat beim 13. Mobilitätsplenum am 23. Februar 2012 ihren Vorschlag fertig gestellt. Er wird nun den Gemeinderatsgremien zur weiteren Bearbeitung vorgelegt und kann hier heruntergeladen werden: