Stärkung der Mitte – Zwischenstand Mai 2017

Die Machbarkeitsstudie zur Neugestaltung des Marktplatzes kommt in die finale Phase. In den ersten Maitagen fanden dazu drei Workshops mit verschiedenen Gruppen unmittelbar Betroffener statt: den Geschäftsleuten am Marktplatz, den Geschäftsleuten in der Wienergasse, sowie den AnrainerInnen am Marktplatz. Dabei wurden verschiedene Varianten der Verkehrsorganisation und der Nutzungszonierung vorgestellt und besprochen. Die dazugehörige Präsentation kann hier eingesehen werden:

Machbarkeitsstudie Mai 2017 Titelblatt

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie dienen in Folge als Grundlage für die eigentliche Gestaltung. Zu diesem Zweck soll ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben und das Siegerprojekt im Herbst gekürt werden.

Sollten Sie noch Fragen bzw. Anregungen haben, nutzen Sie bitte gerne die Kommentarfunktion hier. Wir bemühen uns, umgehend zu antworten 🙂

Ja, die Neugestaltung des Marktplatzes und die Stärkung des Ortskerns ist ein großes Projekt. Freilich gibt es auch unterschiedliche, einander mitunter widersprechende Interessen. Aber ich denke durch eine achtsam geführte, einander wertschätzende Diskussion, werden wir zu einer Lösung finden, mit der alle gut leben können. Und die darüber hinaus einen kräftigen Impuls in Richtung „Wie wollen wir im 21. Jahrhundert eigentlich das Zusammenleben gestalten?“ liefert.

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Marktplatz – Stärkung der Mitte – Präsentationsunterlage

Beim 15. Mobilitätsplenum am 29.11.2016 präsentierte Ing. Gerhard Nestler von der Firma FCP einen ersten Aufriss der Problemstellung. Hier kann die Unterlage heruntergeladen werden:

titelblatt-fcp-2016-11-29

Und Perchtoldsdorf TV hat einen knackig zusammenfassenden Beitrag dazu gestaltet:
https://www.youtube.com/watch?v=KBQPzqdAt1w

 

Marktplatz – Stärkung der Mitte

Am 29. November 2016 findet im Alten Burgsaal das 15. Mobiliätsplenum statt. Dieses ist diesmal ganz dem anstehenden Thema Neugestaltung Marktplatz gewidmet.

plakat-plenum15-2-72

Es sei Paul Katzberger zitiert:

Nach der Zerstörung der Burg Ottos I. von Perchtoldsdorf 1236 durch Herzog Friedrich II. gelang es seinem Sohn, Otto II. von Perchtoldsdorf, um die Mitte des 13. Jahrhunderts seine Hauptburg wieder aufzubauen und wesentlich zu vergrößern. Gleichzeitig errichtete er westlich von der Hauptburg im angrenzenden Burgwald die Burg „Kammerstein“ als Höhenburg.

In seiner Hauptburg verlegte er den nördlichen Eingang nach Osten, in dem er gegenüber der heutigen Wiener Gasse einen Torturm mit Zugbrücke errichtete. Um die gleiche Zeit, oder zumindest unmittelbar danach, vollzog sich unter Otto II. von Perchtoldsdorf die dritte Ortserweiterung nach Süden. Es entstand ein planmäßig angelegter Marktplatz (oberer Marktplatz) mit einer quadratisch angeordneten Stadtmauer, einer Stadtburg in der südöstlichen Ecke derselben und einem nördlichen wir südlichen Stadttor.

Mit der planmäßigen Anlage dieses befestigten Marktes nach dem Vorbild der fünf Jahrzehnte vorher von Herzog Leopold V. errichteten neuen Stadt auf dem Steinfeld (Wiener Neustadt 1192), hatte Otto II. eine Entwicklung eingeleitet, die vom Dorf zum Markt führte mit allen Voraussetzungen für den Status einer Stadt.“ – Katzberger, Siedlungsgeschichte, S. 87

Wie dieser Abstecher in die Entstehungsgeschichte des Marktplatzes zeigt, waren schon damals einige Aspekte wesentlich, die auch heute noch – natürlich in stark gewandelter Form – anzutreffen sind. Schon mit der Anlage hat Otto II. das Tor zur Weiterentwicklung des Ortes weit geöffnet. Und diese Funktion als Entwicklungsmotor des Ortes hat der Marktplatz bis heute beibehalten. Dort hat sich Platz und Ort immer wieder selbst erfunden und sich je nach Gegebenheit, Bedarf und Anlass neu gestaltet. Dabei vollzog sich die Entwicklung keinesfalls stetig, sondern meist in deutlichen Sprüngen, die sich oft über Jahrzehnte angebahnt haben.

Ein solcher Entwicklungssprung steht nun wieder an. Seit Jahrzehnten gärt die Diskussion was mit dem Marktplatz geschehen soll. Während die einen z.B. finden, dass das historische Ambiente nicht klar genug unterstrichen wird, finden die anderen, dass alles so bleiben soll, wie es ist. Es gilt nun die Diskussion in geordnete Bahnen zu lenken, um zu einem abschließenden Ergebnis zu gelangen.

Wie das geschehen soll, wird ein Gegenstand der Veranstaltung sein, die Präsentation der bisher gesammelten Ergebnisse der Interessens- und Bedarfserhebung ein anderer. Ein Teil der Bedarfserhebung wurde probehalber via Facebook unternommen. Weitere Wünsche oder Anregungen können hier als Kommentar hinterlassen bzw. am 29.11. persönlich vorgetragen werden. Vielen Dank für Ihren Beitrag!

Der Marktplatz

Am 26. Oktober 2013 findet von 11 bis 14 Uhr in der Neuen Burg der in Perchtoldsdorf schon traditionelle Dorf:Dialog statt. Es sind alle Gemeindereferate vertreten und stehen ebenso wie viele Perchtoldsdorfer Vereine zum Dialog bereit.

Diesmal soll auch der Startschuss über mögliche künftige Nutzungen des Ortskerns fallen, wie schon in der NÖN vom 28.8.2013 berichtet wurde:

Ausschnitt NÖN 20130828-20
Dem Mobilitätsreferat fällt es nun zu, die dazu eingebrachten Vorschläge zu sammeln und für die weiteren zu führenden Diskussionen aufzubereiten. Wir haben zur Hilfestellung folgende Skizze erstellt, wo jede und jeder eintragen kann, was wo wünschenswert wäre:

Martkplatz-A3

Sie können sich diese Skizze auch ausdrucken (wenn Sie sie anklicken, erscheint sie in voller Auflösung) und selbst eintragen, was Sie sich von unserem Ortskern künftig wünschen. Wir sammeln gerne alle Ideen und bereiten die Vorschläge für die weitere Diskussion hier auf.

Lassen Sie Ihrer Phantasie ruhig freien Lauf, wir sind gewissermaßen erst in der Brainstorming-Phase. Lt. Wikipedia gelten beim Brainstorming folgende Regeln:

  1. Kombinieren und Aufgreifen von bereits geäußerten Ideen.
  2. Kommentare, Korrekturen, Kritik sind verboten.
  3. Viele Ideen in kürzester Zeit.
  4. Freies Assoziieren und Phantasieren ist erlaubt.

Erst wenn sich das in Perchtoldsdorf sicherlich reichlich vorhandene kreative Potenzial voll entfalten konnte – und es wäre doch sehr schade, wenn wir dieses für eine so wichtige Entscheidung nicht nutzen würden – geht es darum, aus der Fülle an Ideen umsetzbare Konzepte zu erarbeiten.

Und dann erst setzt der eigentliche Entscheidungsprozess ein. Wobei angedacht ist auch hier ein neu entwickeltes Entscheidungsverahren einzusetzen, das sich Systemisches Konsensieren nennt. Dieses Verfahren wurde entwickelt um auch in größeren Gruppen zu möglichst tragfähigen und dauerhaften Entscheidungen zu gelangen. Kurz gesprochen wird dabei nicht die einfache Mehrheit ermittelt, sondern die Lösung, die den geringsten Widerstand produziert, also jene, mit der möglichst alle am besten leben können.

Sommerbaustelle Ortskern

Wie schon angekündigt wird in den Ferienmonaten die Fernwärmeleitung von der Latschkagasse kommend über die Brunnergasse, den Marktplatz, die Hochstraße und die Weingasse bis zur Roseggergasse errichtet. Vor allem die Totalsperre der Brunnergasse zwischen Latschkagasse und Marktplatz im Juli und die Totalsperre der Hochstraße zwischen Weingasse und Marktplatz im August macht eine grundlegende Umorganisation der Verkehrsführung im Ortskern notwendig. Freilich ist eine Baustelle für alle Betroffenen eine unangenehme Situation, die nun erarbeiteten Umleitungspläne sind aber darauf ausgelegt, die Beeinträchtigungen so gering als möglich zu  halten.

Andererseits ist das aber für den Mobilitätsarbeitskreis eine einmalige Gelegenheit, um unter anderem zu studieren, wie sich die geänderten Verkehrsführungen auf den ganzen Ort auswirken. Insbesondere kommt – als eine Möglichkeit eine gewisse Verkehrsberuhigung zu erreichen – immer wieder eine Einbahnführung über den Marktplatz ins Gespräch und mit der Baustellensituation können beide mögliche Varianten gewissermaßen im Probebetrieb getestet und so weit als möglich evaluiert werden. Im Folgenden werden die Änderungen im Detail beschrieben.

Bauhase 1 – 4. bis 31. Juli 2011

Baufeld:

  • Brunner Gasse (Latschkagasse bis Elisabethstraße)
  • Marktplatz südlicher Bereich (Elisabethstraße bis ca. Querung Gemeindeamt – Altes Rathaus) mit der Option auch weiter Richtung Norden

Verkehrsführungen Individualverkehr

  • Brunner Gasse (Latschkagasse bis Marktplatz) Totalsperre
  • Marktplatz südlicher Bereich (Elisabethstraße bis Höhe Gemeindeamt/Rathaus) Einbahnführung (auf der westlichen Fahrbahnhälfte) Richtung Elisabethstraße (mit Umleitung über Kunigundbergstraße und Herzogbergstraße Richtung B13)
  • Beschilderte Umleitung von Tirolerhof/Gießhübl Richtung Marktplatz über Herzogbergstraße und B13 Brunner Gasse/Donauwörtherstraße und von der Elisabethstraße Richtung Marktplatz über Hochbergstraße – Kunigundbergstraße – Herzogbergstraße und B13 Brunner Gasse/Donauwörtherstraße
  • Eingeschränkte Zufahrtsmöglichkeit Richtung Marktplatz über Christoph Gluck-Gasse und Neustiftgasse
  • Ungehinderte Zufahrt Marktplatz und Wiener Gasse über Kreisverkehr FZZ – Krautgasse – Hochstraße
  • Ungehinderte Zu- und Abfahrt über die Weingasse zu den Parkplätzen Leonhardiberggasse und Ersatzparkplatz Begrischpark für die Sommerspiele

Geänderte Verkehrsführungen des öffentlichen Linienbusverkehrs

  • Linie 256 (Liesing – Gießhübl) in beiden Richtungen über B13 Donauwörtherstraße/Brunner Gasse – Herzogbergstraße – Kunigundbergstraße – Hochbergstraße
  • Linie 258 (Ortslinienverkehr) Linie 1 – mit nicht geänderter Linienführung und provisorischer Haltestelle am Heldenplatz statt Haltestelle Marktplatz
  • Linie 258 (Ortslinienverkehr) Linie 2 – von der provisorischen Haltestelle am Heldenplatz über Wiener Gasse und B13 Donauwörtherstraße zur Salitergasse
  • Linie 258 (Ortslinienverkehr) Linie 3 – von der provisorischen Haltestelle am Heldenplatz über Wiener Gasse zur B13 Donauwörtherstraße (Richtung Kreisverkehr FZZ)
  • Linie 257 (Ortslinienverkehr) Verstärkerkurs – mit nicht geänderter Linienführung Richtung Höhenstraße/Sportplatz und provisorischer Haltestelle am Heldenplatz statt Haltestelle Marktplatz und in der Gegenrichtung von Höhenstraße/Sportplatz – Walzengasse – Hochstraße (mit provisorischer Haltestelle am Heldenplatz) über Wiener Gasse  und B13 Donauwörtherstraße zur Salitergasse

Bauphase 2 – 1. August bis 2. September 2011

Baufeld:

  • Querung Gemeindeamt – Rathaus
  • Kirchenbergl (in der Zeit 01.08. bis 21.08.2011)
  • Marktplatz nördlicher Bereich
  • Hochstraße (Wiener Gasse bis Weingasse)
  • Weingasse

Verkehrsführungen Individualverkehr

  • Hochstraße (Weingasse bis Marktplatz) Totalsperre
  • Weingasse Totalsperre
  • Marktplatz nördlicher Bereich (Höhe Gemeindeamt/Altes Rathaus bis Wiener Gasse) Einbahnführung (auf der westlichen Fahrbahnhälfte) Richtung Wiener Gasse
  • Brunner Gasse (B13 bis Marktplatz) geänderte Einbahnführung Richtung Marktplatz als ungehinderte Zufahrt Richtung Zentrum – Marktplatz und Wiener Gasse
  • Beschilderte Umleitung von Tirolerhof/Gießhübl Richtung B13 Donauwörtherstraße/Brunner Gasse über Herzogbergstraße
  • Keine Zufahrtsmöglichkeit Richtung Marktplatz und Wiener Gasse über Kreisverkehr FZZ – Krautgasse – Hochstraße -> beschilderte Umleitung über B13 Donauwörtherstraße und Brunner Gasse (mit geänderter Einbahnführung) bzw. Mathias Lang-Gasse/Christoph Gluck-Gasse
  • Ungehinderte Zufahrt Sonnbergviertel über Kreisverkehr FZZ – Krautgasse
  • Abfahrt aus Sonnbergviertel über Hochstraße (Richtung B13) bzw. über Höhenstraße – Elisabethstraße Richtung Marktplatz bzw. über Umleitung Kunigundbergstraße – Herzogbergstraße Richtung B13 Brunner Gasse/Donauwörtherstraße
  • Keine Zu- und Abfahrt über die Weingasse zu den Parkplätzen Leonhardiberggasse und Parkplatz Burghof -> Umleitung über Walzengasse – Tröschgasse – Roseggergasse

Geänderte Verkehrsführungen des öffentlichen Linienbusverkehrs

  • Linie 256 (Liesing – Gießhübl) in beiden Richtungen über B13 Donauwörtherstraße/Brunner Gasse – Herzogbergstraße – Kunigundbergstraße – Hochbergstraße
  • Linie 258 (Ortslinienverkehr) Linie 1 – entfällt (wird durch geänderte Führung Linie 2 und 3 ersetzt)
  • Linie 258 (Ortslinienverkehr) Linie 2 – von Sonnbergstraße über Walzengasse – Tröschgasse – Höhenstraße/Sportplatz (als Anfang und Endpunkt des Rundkurses) – Elisabethstraße (mit Haltestelle am Marktplatz) – Wiener Gasse und B13 Donauwörtherstraße zur Salitergasse
  • Linie 258 (Ortslinienverkehr) Linie 3 – von Sonnbergstraße über Walzengasse – Tröschgasse – Höhenstraße/Sportplatz (als Anfang und Endpunkt des Rundkurses) – Elisabethstraße (mit Haltestelle am Marktplatz) – Marktplatz – Wiener Gasse zur B13 Donauwörtherstraße (Richtung Kreisverkehr FZZ)
  • Linie 257 (Ortslinienverkehr) Verstärkerkurs – mit geänderter Linienführung von Salitergasse über Brunner Gasse (mit geänderter Einbahnführung) – Elisabethstraße Richtung Höhenstraße/Sportplatz (mit Umkehrmöglichkeit über Parkplatz Höhenstraße/Hyrtlallee) und in der Gegenrichtung von Höhenstraße/Sportplatz – Elisabethstraße (mit Haltestelle am Marktplatz) – Marktplatz – Wiener Gasse und B13 Donauwörtherstraße zur Salitergasse