Marktplatz – Stärkung der Mitte

Am 29. November 2016 findet im Alten Burgsaal das 15. Mobiliätsplenum statt. Dieses ist diesmal ganz dem anstehenden Thema Neugestaltung Marktplatz gewidmet.

plakat-plenum15-2-72

Es sei Paul Katzberger zitiert:

Nach der Zerstörung der Burg Ottos I. von Perchtoldsdorf 1236 durch Herzog Friedrich II. gelang es seinem Sohn, Otto II. von Perchtoldsdorf, um die Mitte des 13. Jahrhunderts seine Hauptburg wieder aufzubauen und wesentlich zu vergrößern. Gleichzeitig errichtete er westlich von der Hauptburg im angrenzenden Burgwald die Burg „Kammerstein“ als Höhenburg.

In seiner Hauptburg verlegte er den nördlichen Eingang nach Osten, in dem er gegenüber der heutigen Wiener Gasse einen Torturm mit Zugbrücke errichtete. Um die gleiche Zeit, oder zumindest unmittelbar danach, vollzog sich unter Otto II. von Perchtoldsdorf die dritte Ortserweiterung nach Süden. Es entstand ein planmäßig angelegter Marktplatz (oberer Marktplatz) mit einer quadratisch angeordneten Stadtmauer, einer Stadtburg in der südöstlichen Ecke derselben und einem nördlichen wir südlichen Stadttor.

Mit der planmäßigen Anlage dieses befestigten Marktes nach dem Vorbild der fünf Jahrzehnte vorher von Herzog Leopold V. errichteten neuen Stadt auf dem Steinfeld (Wiener Neustadt 1192), hatte Otto II. eine Entwicklung eingeleitet, die vom Dorf zum Markt führte mit allen Voraussetzungen für den Status einer Stadt.“ – Katzberger, Siedlungsgeschichte, S. 87

Wie dieser Abstecher in die Entstehungsgeschichte des Marktplatzes zeigt, waren schon damals einige Aspekte wesentlich, die auch heute noch – natürlich in stark gewandelter Form – anzutreffen sind. Schon mit der Anlage hat Otto II. das Tor zur Weiterentwicklung des Ortes weit geöffnet. Und diese Funktion als Entwicklungsmotor des Ortes hat der Marktplatz bis heute beibehalten. Dort hat sich Platz und Ort immer wieder selbst erfunden und sich je nach Gegebenheit, Bedarf und Anlass neu gestaltet. Dabei vollzog sich die Entwicklung keinesfalls stetig, sondern meist in deutlichen Sprüngen, die sich oft über Jahrzehnte angebahnt haben.

Ein solcher Entwicklungssprung steht nun wieder an. Seit Jahrzehnten gärt die Diskussion was mit dem Marktplatz geschehen soll. Während die einen z.B. finden, dass das historische Ambiente nicht klar genug unterstrichen wird, finden die anderen, dass alles so bleiben soll, wie es ist. Es gilt nun die Diskussion in geordnete Bahnen zu lenken, um zu einem abschließenden Ergebnis zu gelangen.

Wie das geschehen soll, wird ein Gegenstand der Veranstaltung sein, die Präsentation der bisher gesammelten Ergebnisse der Interessens- und Bedarfserhebung ein anderer. Ein Teil der Bedarfserhebung wurde probehalber via Facebook unternommen. Weitere Wünsche oder Anregungen können hier als Kommentar hinterlassen bzw. am 29.11. persönlich vorgetragen werden. Vielen Dank für Ihren Beitrag!

3 Antworten

  1. Wichtig vor einer Neugestaltung ist auf jeden Fall die Erneuerung der Infrastruktur wie Gas, Wasser, und sonstige Leitungen….(auch ohne Neugestaltung)!😎

  2. […] Marktplatz – Stärkung der Mitte […]

  3. Beim gestrigen Plenum hatte man den Eindruck, dass eine Begegnungszone entschieden ist. Unser Bürgermeister hat ein Fußgängerzone schon ausgeschlossen, ebenso Hr.Ing.Nestler. Wieder einmal scheint man hier einen Weg einzuschlagen, es allen recht machen zu wollen und auf einen Kompromiss hinzuarbeiten, „mit dem alle leben können“. Auch hörte man von TeilnehmerInnen, betreffend der „Parkplatzproblematik“ die immer wieder gleichen Argumente. Schade, die Visionen blieben auf der Strecke.

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