Antwortschreiben der BI Scholau

Die Bürgerinitiative (BI) Scholau hat eine Diskussion zur künftigen Nutzung der Trasse der Kaltenleutgebnerbahn initiiert und zur Information ein Flugblatt (s.u. – mit Klick auf das Bild kann das Flugblatt zur Gänze betrachtet werden) erstellt, das entlang der Bahntrasse an die Betroffenen verteilt wurde. Die Reaktionen waren erwartungsgemäß zahlreich und so gut wie alle brachten zum Ausdruck, dass das Anliegen der BI grundsätzlich geteilt wird, wenn auch die Bedenken über die bestehenden Optionen verständlicherweise groß sind.

BI Scholau 2013

Die BI Scholau bemüht sich alle Email-Stellungnahmen zu beantworten, was aber etwas dauern kann, da auch hier ehrenamtlich gearbeitet wird. Deswegen sei hier vorab dieses Antwortschreiben veröffentlicht, das zur allgemeinen weiteren Klärung beitragen soll.

Sehr geehrte Familie …!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihre Darlegungen. Ihre Bedenken sind natürlich verständlich. Uns persönlich wäre es wie vielen anderen Anrainern auch am liebsten, wenn der jetzige Zustand beibehalten werden könnte.

Im Folgenden möchten wir Ihnen kurz die Motive für unser Vorgehen erläutern: Auf Grund verschiedener Informationen (z.B.: Pressebericht http://kurier.at/chronik/niederoesterreich/industrieviertel/ziesel-bus-statt-bummel-zug/769.132) erfuhren wir, dass die Absicht besteht, auf der Bahntrasse in naher Zukunft ein Asphaltband – vorerst für Schnellbusse – einzurichten. Dies würde jedoch darüber hinaus die Voraussetzung schaffen, dass diese Fahrbahn früher oder später auch für den Individualverkehr genutzt wird.

Daher sind wir zu der Ansicht gelangt, dass es vorteilhaft ist, selbst die Initiative zu ergreifen und insbesondere die betroffenen Anwohner zu informieren und aufzurufen, unsere gemeinsamen Interessen in mehr oder weniger organisierter Form rechtzeitig kundzutun, um eventuellen nicht öffentlichen Vereinbarungen bzw. der Schaffung vollendeter Tatsachen von vornherein entgegenzutreten. Der hauptsächliche Zweck unseres Aufrufs zum Austausch der diversen Bürgerinitiativen (BI) liegt daher darin, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden und gemeinsam zu formulieren, was wir UNTER KEINEN UMSTÄNDEN wollen sowie dafür in der Öffentlichkeit einzutreten. Die bisher stattgefundenen BI-Treffen mündeten daher auch in der Forderung der Unterschriftenaktion, keine Asphaltierung der Trasse vorzunehmen, wodurch der Status quo erhalten bleibt.

Weiters wollen wir aufzeigen, dass ein allfälliger Schienenbetrieb mit modernen Garnituren eine konkret durchführbare Alternative zum Schnellbuss darstellen würde und letzterem aus diversen Gründen vorzuziehen wäre. Die Beibehaltung des derzeitigen Zustandes würde einerseits eine Straßenlösung verhindern und im Bedarfsfall eine zukünftige Bahnlösung erlauben.

Mit unserer gemeinsamen Tätigkeit haben wir den von Herrn Bürgermeister Martin Schuster beim ersten BI-Treffen geäußerten Vorschlag umgesetzt, möglichst alle Anwohner zu informieren und eine Informationsveranstaltung vorzubereiten, auf der jeder Betroffene seinen Standpunkt vorbringen kann.

Nach der Durchführung dieser Informationsveranstaltung wäre es Aufgabe der politisch Verantwortlichen unter Berücksichtigung der von den Bürgerinitiativen gestellten Forderungen die weiteren Maßnahmen zu ergreifen.

Für aktuelle Informationen sowie Wortmeldungen zum Thema wurde von Herrn GR für Mobilitätsfragen Christian Apl ein Blog eingerichtet, der erreichbar ist unter:  https://perchtoldsdorfmobil.wordpress.com

Wir bitten Sie, Ihre Beiträge auf den genannten Blog zu stellen, da es einer breiteren Diskussion dienlich ist und es für uns aus Zeitgründen schwierig ist, auf die vielen Mailzusendungen einzeln einzugehen.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre BI Scholau

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Eine Antwort

  1. Zu dem von Ihnen vor einigen Wochen in unserem Postkasten deponierten Flyer möchten wir folgendes anmerken.

    Sie erklären uns, dass Perchtoldsdorf eine Flut von tausenden LKWs droht, die das Material der ehemaligen Zementfabrik von der Baustelle wegzuschaffen haben. Richtig ist, dass das gesamte Material der abgetragenen Gebäude im Steinbruch Kritsch von der Firma Ökotechna recycelt wird und dann wieder in den Bau der neuen Wohnhausanlage eingebracht wird. Diese angekündigte LKW-Flut bleibt den Perchtoldsdorfern daher Gott sei Dank erspart.

    Die im Flyer angesprochene autofreie Siedlung ist ein Wunschtraum, da der Abbruch bereits auf Hochtouren läuft und im Herbst 2013 laut Genehmigung – nicht autofrei – mit dem Bau begonnen wird. Diese sicherlich sinnvolle Idee ist leider eindeutig zu spät.

    Sie visualisieren sich in Ihrer Aussendung die Kaltenleutgebner Bahn mit flüsterleisen Zügen. Für uns ist es nicht vorstellbar, dass aus einem nicht elektrifizierten Schienenstrang eine Schnellbahnlinie entstehen kann, die sieben Tage die Woche, im 6 Minutentakt an unseren Schlafzimmerfenstern vorbei flüstert. Am Ende wird kein Geld für flüsterleise Züge da sein und es wird fahren was gerade zur Hand ist.

    Die Kaltenleutgebner werden weiterhin wie gewohnt ins Büro stauen und übrig bleiben wir Anrainer, die unmittelbar am Bahndamm leben.

    Manuela Dona
    im Namen der Anrainerinitiative Römerfeldgasse

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