Diskussion Einbahnsystem

Im Zuge der Erstellung des Mobilitätsleitbildes ist es auch unumgänglich, das Perchtoldsdorfer Einbahnsystem eine gründlichen Betrachtung zu unterziehen. Die zu prüfenden und berücksichtigenden Kriterien sind dabei:

  • die Verkehrssicherheit
  • die Verkehrsflüssigkeit
  • die Reduktion der Verkehrsbelastung
  • die Attraktivierung des nicht-motorisierten Verkehrs

Daraus und einer Reihe von Vorschlägen ergab sich folgender Vorschlag, wie künftig der Verkehr durch, aus, nach und innerhalb Perchtoldsdorfs geleitet werden könnte, der aktuell diskutiert wird.

Der Vorschlag hat in gewissen Punkten seinen Charme, auf der andere Seite gibt es sicher ein paar Knackpunkte, die noch besprochen und geklärt werden müssen. Rein technisch wäre diese Lösung mit relativ geringen Mitteln umsetzbar.

Aus welchen Überlegungen sich dieser Vorschlag entwickelt hat ist hier nachschlagbar.

Bitte posten Sie Ihre Anregungen, Bedenken, Wünsche hier als Kommentar, es soll schließlich nichts verloren gehen. Sie können uns auch gerne eine Email schreiben. Beim 12. Mobilitätsplenum am Donnerstag, den 24. November, sollen dann alle Pros und Kontras gegenübergestellt und erwogen werden, damit die Arbeitsgruppe eine fundierte Empfehlung an den Gemeinderat abgeben kann.

Vielen Dank! Auch an jene, die sich bisher schon so konstruktiv in die Diskussion eingebracht haben! Ich bin überzeugt, dass wir auf diesem Weg Perchtoldsdorf einen tüchtigen Schritt weiterbringen werden.

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16 Antworten

  1. ich finde die vorgeschlagene lösung sehr gut!
    ich denke dass vor allem die einbahnführung in der mühlgasse zu einer entlastung dieser strecke führen wird. der zufahrtsverkehr in richtung zentrum wird sich auf diese weise eher auf unterschiedliche strecken verteilen. allerdings müssten diese strecken gut ausgeschildert werden. besucher, die mit dem ortsplan perchtoldsdorfs nicht so gut vertraut sind, haben jetzt schon schwierigkeiten sich zurecht zu finden.
    es wäre interessant zu sehen, wie sich die verteilung mit diesem konzept verändert – gibt es dazu simulationen/berechnungen?

  2. Dass wir ein vernünftiges Leitsystem dazu brauchen ist schon am Programm, insbesondere ein Parkplatzleitsystem wird eine wichtige Rolle dabei spielen. Wenn es gelingt, die Parkplatzsuchenden auf möglichst kurzem Weg zum nächstgelegenen Parkplatz zu leiten, lässt sich eine ansehnliche Reduktion der Verkehrsbelastung erzielen. Dazu gehört auch, die Fußwege von und zu den Parkplätzen möglichst attraktiv zu gestalten. Je attraktiver ein Weg ist, umso kürzer fühlt er sich an bzw. umgekehrt: umso weiter kann der Parkplatz weg sein – ich denke da jetzt besonders an den neuen Parkplatz mit 120 Stellplätzen beim Ökobilla.

    Es laufen übrigens schon Gespräche dort ein Leihsystem mit Elektroautos und E-Scootern einzurichten. Längerfristig könnte sich dort vielleicht eine Mobiltätszentrale etablieren, wo man das Verkehrsmittel einfach wechseln kann. Dort liegt ja auch ein Buslinienknoten und der Fahrradverleih ist ebenso in der Nähe.

    Die Simulation zu den geänderten Verkehrsströmen ist schon heftig in Arbeit, es fehlen nur noch ein paar Verfeinerungen und Verifizierungen, damit sie auch wirklich aussagekräftig wird. Bitte noch um etwas Geduld. Generell lässt sich aber jetzt schon sagen, dass der Verkehr in unserer „verkehrspolitischen Problemzone“ – das Gebiet rund um Gauguschgasse, Mühlgasse und Wiener Gasse – etwas gerechter verteilt wird, im Ortskern mit einer gewissen Entlastung zu rechnen ist und unsere leistungsfähigsten Straßen – B13, Plättenstraße und untere Wiener Gasse – etwas stärker belastet werden. Genaue Zahlen werden in Kürze nachgereicht.

  3. Wie diese vielen Einbahnen eine Verbesserung der Verkehrssituation darstellen
    sollen, ist mir ein Rätsel. Denn dadurch werden sämtliche Wege für alle
    Verkehrsteilnehmer erheblich länger, wodurch die gleiche Anzahl Autos
    noch mehr Kilometer herumfahren als jetzt nötig ist.
    Damit wird der jetzt in einigen Straßen kanalisierte Verkehr (Mühlgasse, Wienergasse, Donauwörterstraße, Gauguschgasse) auch in sämtliche bis jetzt vom Verkehr halbwegs verschonten Nebenstraßen verteilt.
    Bisher können unsere Kinder wenigstens in den Nebenstraßen noch auf der Straße gehen, radfahren etc. Durch die Verteilung des Verkehrs auf alle Strassen ist das dann nirgendwo mehr möglich. In allen Städten werden die Straßen eher rückgebaut und nicht jede Straße für den Verkehr freigemacht.

    Ich finde die jetztige Lösung (ohne den vielen Einbahnen) erheblich besser als diesen neuen Vorschlag.

    • Das Rätsel könnte sich klären, wenn unter „alle Verkehrsteilnehmenden“ auch wirklich alle Verkehrsteilnehmenden verstanden werden, also auch Fußgänger, Radfahrende und Öffinutzende. Dieser Aspekt konnte bei diesem Vorschlag allerdings nur am Rande berücksichtigt werden.

      Der Hauptgrund liegt in der Notwendigkeit, den Verkehr so zu kanalisieren, dass die Kapazitäten des vorhandenen Straßenraums nicht überschritten werden. Ein solche Überlastungen liegt zur Zeit z.B. zweifellos in der Gauguschgasse vor, die für eine Verkehrsführung im Gegenverkehr bei dem Verkehrsaufkommen definitiv zu schmal ist. Es kommt regelmäßig zu Parkschäden und die Parkenden weichen auf die Gehsteige aus, was immer wieder dazu führt, dass z.B. Eltern mit Kinderwagen auf die dicht befahrene Fahrbahn ausweichen müssen, weil die Gehsteige nicht mehr benutzbar sind.

      Der Vorschlag ist auch so konzipiert, dass keine neuen Kanäle für den Durchzugsverkehr geöffnet werden. Es wird nur die Verkehrsführung in den vorhandenen „Kanälen“ an die Gegebenheiten angepasst und optimiert.

      Ich möchte nochmals auf die Entstehungsgeschichte dieses Vorschlags verweisen, der unter https://perchtoldsdorfmobil.wordpress.com/2011/10/13/der-letzte-grose-baustein-im-mobilitatsleitbild-die-verkehrsorganisation/ zu finden ist.

      • Durch die Einbahnregelung für die Gauguschgasse wird der bisher durch die Gauguschgasse gehende Verkehr in die Schweglergasse verlegt, das ist einzig eine Verlagerung des Problemes. Die Schweglergasse wird aber bis jetzt schon durch Radfahrer und Fußgänger vermehrt genutzt.
        Und ich bezweifle, dass die Gauguschgasse dann weniger Verkehr hat, da dann alle die aus der Mühlgasse in Richtung Erholungszentrum fahren dann durch die Gauguschgasse fahren, was eine mehr als Verdoppelung des Verkehrs bedeutet.
        Eine wirklich sinnvolle und langfristige Lösung gibt es nur dann, wenn man im Bereich Donauwörterstrasse/Brunnergasse/Vierbatzstrasse eine zweite Zufahrt zur Autobahn, in Form einer Strasse entlang der Autobahn Richtung Anschlussstelle Brunn am Gebirge oder einer eigenen Autobahnauffahrt herstellt.
        Dann müssten nicht mehr alle Perchtoldsdorfer durch die Mühlgasse zur Autobahn.

  4. Zum Thema weiterer Autobahnanschluss: Natürlich wäre ein weiterer Autobahnanschluss eine Entlastung für unsere „verkehrspolitische Problemzone“ rund um Mühlgasse – Gauguschgasse und Wiener Gasse.

    Ein solcher wäre idealerweise als Halbanschluss (wie bei Gießhübl) von der Gattringerstraße weg zu errichten. Das betroffene Gebiet fällt allerdings in die Zuständigkeit der Marktgemeinde Brunn am Gebirge und die Signale von dort lassen darauf schließen, dass diesem Vorschlag nicht näher getreten wird, obwohl das in einem von Prof. Knoflacher für Brunn erstellten Verkehrskonzepts empfohlen wird.

    Der Ausbau der Vierpatzstraße als Zubringer zur Autobahn macht eine Brücke über die Südbahn erforderlich, die dann in die Zuständigkeit der ÖBB fällt. Schließlich ist ein weiterer Autobahnanschluss mit Kosten in Millionenhöhe verbunden und es wird einige Jahre in Anspruch nehmen, bis die Projektierung so weit ist, dass sie umgesetzt werden kann, bei ohnehin fraglichem Ausgang. Wir haben nur leider jetzt schon Handlungsbedarf.

  5. 1. Mir ist völlig unklar, wie der von Liesing kommende Verkehr in Richtung VS & KiGarten Kneippgasse / Aspettensiedlung geleitet werden soll. Laut Konzept kommt dafür nur die Schweglergasse in Frage, allerdings ist diese baulich dafür nicht geeignet bzw. ist dies in der Darstellung des Verkehrsflusses (Präsi S.20) auch nicht vorgesehen (oder doch?!).

    Es wäre deutlich sinnvoller, das obere, kurze Stück der Gauguschgasse nicht als Einbahn zu führen, um den Verkehr gleich über die Rönmerfeldgasse in Richtung Aspettensiedlung zu leiten … würde man dieses kleine Stück der Gauguschgasse nicht für beide Richtungen öffnen erhöht man die Verkehrswege & CO2 Ausstoß enorm!

    2. Die Situation in der Gauguschgasse wird sich dramatisch verschlechtern! Den Schulkindern ist es jetzt schon kaum möglich, die Gauguschgasse sicher zu überqueren! Durch die Einbahnregelung werden deutlich mehr Fahrzeuge die Gauguschgasse in Richtung EHZ passieren, die Kreuzung Gauguschgasse – Wienergasse wird das nicht verkraften (und die dort Wohnenden ebensowenig)

    3. Es ist sicherlich richtig, dass es derzeit Strassen gibt, in denen die Wohnqualität und Sicherheit sehr unter dem auch künftig steigenden Verkehrsaufkommen leidet. Diesen Missstand jedoch durch ein banales Einbahnkonzept auf nahezu den gesamten Ortskern zu verteilen macht genau GAR keinen Sinn und wird dazu führen, dass viele Bürger anderswo eine bessere Wohnqualität bevorzugen und finden werden.

    Dieses kleinkarierte, mikroökonomische Fehlverhalten in der Beantwortung von wichtigen zukunftsweisenden Entwicklungen ist leider eine typisch österreichische Vorliebe, der Mut zu einer wirklich großen, nachhaltigen Lösung (für die sicherlich eine Kooperation mit den Nachbargemeinden nötig wäre – aber wer spricht schon gern miteinander?!) ist leider nicht vorhanden – es will sich wohl niemand die Finger verbrennen …

    • zu Punkt 1:
      Ich gebe ihnen Recht, ich kann die Verbesserung auch nicht erkennen.
      Die Gauguschgasse ist im Gegensatz zu allen anderen Verbindungsstrassen auf dieser Achse diejenige, die den Fahrzeugen noch am meisten Platz bietet.
      Ihr Vorschlag, das erste kurze Stück der Gauguschgasse in beide Richtungen zu führen, verlagert den Durchzugsverkehr auf die Römerfeld- und die Aspettenstraße. Dort ist der Verkehr schon dzt. für die Straßenbreite recht hoch. Nach einer solchen Umstellung würde es dort zur Unfallhäufung kommen (abgesehen davon, dass das Verkehrsaufkommen für die Anrainer UND die Schulkinder eine Katastrophe wäre).
      Bei einer Umsetzung des Vorschlages müsste die Römerfeldgasse also massiv verkehrsberuhigt werden (Schwellen, Geschwindigkeitsbeschränkung, Radar), um das Problem dann dort in den Griff zu bekommen. Dies könnte man also gleich in der Gauguschgasse machen (Bei der Rembrandtgasse funktionieren die Schwellen nämlich sehr gut).

    • Das kleine Stück von der Wienergasse zur Römerfeldgasse in der Gaguschgasse zu „öffnen“ würde nicht nur den Müttern den Weg zurm KIGA und der VS erleichtern, sondern würde diese Lösung den gesamten Schwerverkehr der von PDorf zur Autobahn möchte durch die Römerfeldgasse schleusen.
      Dies wäre nicht nur für die Anrainer unzumutbar, sondern vorallem für die dort auf dem Schulweg befindlichen Kinder eine extreme Gefährdung bilden.
      Zudem wird man bei dem derzeit abgebildeten Einbahnsystem beim Ausfahren von der Gaguschgasse in die Wienergasse noch länger stehen, als man jetzt schon steht, denn dann kommt noch der gesamte Verkehr, welcher von der AUtobahn ins Ortszentrum will, dazu, denn diesen Verkehrsteilnehmern ist ja dann der bisher obligatorische Weg durch die Mühlgasse versperrt. Ob das eine Beruhigung darstellt???

  6. Punkt 1 – Gauguschgasse: ich denke, dass der Verkehr aus Liesing oder Trihill zur Autobahn sowie zu den 2 Kindergärten oder 2 Voksschulen über die Wienergasse hoch (auch dort links abbiegen!) bis zum Beginn Mühlgasse und dann runter ( wie heute) bis zur Aspettenstrase oder Gauguschgasse oder zur Autobahn wenigstens die Kreuzung Gauguschgasse/Wienergasse beim Bahnübergang etwas entlasten wird. Es verlagert sich der Links-Abbiege-Verkehr von dort hinauf zur Mühlgasse – die Strecke wird damit zwar wirklich länger, aber dafür wird es beim Bahnübergang einfacher.
    1.1 das kurze Anfangsstück sollte nicht freigegeben werden, damit wird der ganze Abbiegeverkehr auch dort wieder zugelassen. Und niemand aus Trihill oder Liesing wird mehr hochfahren bis zum Anfang Mühlgasse. Damit erkaufen wir uns nur doppelte Abbiegeprobleme (wie jetzt schon) und eine massive Bündelung dieser Richtung in die Römerfeldgasse und weiter Aspettenstraße.
    2. Der Verkehr von der Eisenbahn-Brücke Mühlgasse zum Zentrum wird jetzt 3-geteilt – Salitergasse, Mühlgasse (eventuell auch Stuttgarterstraße) und Gauguschgasse. Davon nimmt man die Mühlgasse „weg“ und schafft ein vermehrtes „Linksabbiegen“ bei dem Bahnübergang Wienergasse/Gauguschgasse. Wird es dort einmal Erleichterungen geben wie eine Ampel?

  7. 1) Für die Beurteilung des Vorschlages wäre es wichtig, auch die bestehenden Beschränkungen in den Plan einzutragen, wie z.B.das Linksabbiegeverbot von der Donauwörtherstraße in die Wienergasse, die Verkehrsberuhigung durch Schwellen sowie das Fahrverbot >3,5to in der Schweglergasse. Außerdem müßten bei den neuen Knotenpunkten die notwendige Entflechtung durch eigene Abbiegespuren etc mitgeplant werden
    2) Ich kann die Errechnung von weniger Fahrkilometer durch die neue Regelung nicht nachvollziehen:
    a) Durch die Einbahnregelung der Gauguschgasse kommt es zu großen Umwegen für alle aus Nord-Ost kommenden Richtung Süden über die Kreuzung Wienergasse-Mühlgasse (die Schweglergasse kommt ja nicht in Betracht) Der Stau in der Gauguschgasse wird an diese Kreuzung verlegt. Daß die Gauguschgasse für den Verkehr zu schmal ist, ist auch als Mittel zur Verkehrsberuhigung zu sehen. Man fährt dort eben vorsichtiger und die Gehsteige haben meines Wissens doch ausreichend Kapazität für den anfallenden Fußgänger-Verkehr.
    b) Die Umkehrung der Einbahnregelung im Ortskern bringt meiner Meinung nach auch eine Erhöhung der Fahrleistung, da mehr Fahrzeuge von Norden und Osten über den Kreisverkehr und die Krautgasse in den Ortskern fahren als von Süden und Osten über die Kreuzung Salitergasse-Brunnergasse in den Ortskern wollen, wodurch dann mehr Fahrzeuge einen recht großen Umweg fahren müssen, da ja der Retour-Verkehr vom Marktplatz über die Wienergasse für beide ungefähr gleich lang ist.

  8. Am Ziel vorbei – EIn Einbahnkonzept ohne Verbesserung des öffentlichen Verkehrs ist keine Lösung. Es ist unrealistisch zu glauben, dass in Perchtoldsdorf ein Großteil der Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt werden können. Als Berufstätiger – ohne Auto – 2 Kleinkinder in den Kindergarten zu bringen, ist undenkbar.
    Dennoch gibt es in Sachen Autoverkehr Verbesserungspotential, das hier überhaupt nicht erörtert wird. Es gibt derzeit in Perchtoldsdorf 2 überlastete Bereiche:
    1. In der Früh Mühlgasse in Richtung Autobahn
    2. Im Berufsverkehr früh und abends: Kreisverkehr Plättenstraße-Donauwörther Straße
    Das vorgeschlagenen Einbahnsystem bringt neben einem Abschneiden des Viertels nördlich der Kaltenleutgebnerbahn eine unsinnige Verlagerung des Verkehrs auf Nebenstraßen. Ich schließe mich Dieter Bogg an: Wie bringt man seine Kinder vom Soßenviertel in den Kindergarten Aspetten oder Kneippgasse???
    Schweglergasse, Stuttgarterstraße, Gluck-Gasse werden natürlich zu Ausweichrouten, während die Gauguschgasse heute definitiv nicht überlastet ist.
    Eine zweite Zufahrt zum Ortszentrum und zum Sonnbergviertel über die Krautgasse unerlässlich. Das Perchtoldsdorfer Zentrum kann nur überleben, wenn es mit dem Auto gut erreichbar bleibt.
    Auch der tägliche Autoverkehr muss fließen können, und das ist definitiv Teil der Lebensqualität von Perchtoldsdorf. Perchtoldsdorf lebt von der verkehrlichen interaktion mit dem übergeordneten Straßennetz, wir sind keine Insel.
    Das künstliche Verstopfen der Hauptverkehrsadern führt unweigerlich zum Infarkt.

  9. So lange der Autoverkehr als naturgegeben und unumstösslich, und damit als auto-matisch stetig zunehmend wahrgenommen wird, dürfte es keine echten Lösungen geben. Wir bewegen uns damit auf der Symptom-, und nicht auf der Ursache-Ebene.
    Eine inzwischen international anerkannte Tatsache ist: mehr Strassen führen zu mehr Verkehr. Das kann man als ‚Naturgesetz‘ zur Kenntnis nehmen. Die Fragen, die zur Ursache des Dilemmas führen, heissen: welche Lebensqualität wollen wir an unserem Wohnort? Welche Lebensräume wollen wir für uns und unsere Kinder? Sind wir bereit, für unsere Kinder und Enkel Verantwortung zu übernehmen und unsere Mobilität grundsätzlich zu überdenken?
    Ein Beispiel unserer Widersprüchlichkeit: Sport- und Fitness-Centers brauchen sehr viele Parkplätze – die Besucher kommen mit dem Auto, statt dass es attraktive Geh- und Radwege gibt, die bereits die Hälfte des Fitness-Programmes sein könnten…

  10. Ich weiß, daß ich mit meinem Kommentar sehr spät komme, bin aber leider erst heute auf diese Seite aufmerksam geworden. Damit sich nicht alles nur um die Gauguschgasse dreht: Ich vermisse Einbahnregelungen in unmittelbarer Marktplatznähe, und zwar konkret für die Türkengasse und das Fuggergassl, welche beide jeweils nur eine (ohnehin sehr schmale) Fahrbahnbreite aufweisen und daher meines Erachtens unbedingt als Einbahnen geführt werden müssen.

  11. S.g. Damen und Herren,

    leider konnte ich den unteren Kommentar nicht direkt online stellen. Ich ersuche Sie, daß für mich zu machen. Vielen Dank im voraus.

    Überlegungen zum Vorschlag Einbahnführung (Mobilitätsleitbild Perchtoldsdorf)

    Zum ersten einmal möchte ich der Verkehrsabteilung meinen Dank darüber aussprechen, daß sie sich dieses Themas annimmt und bereits viel Überlegungen eingebracht hat. Natürlich wird dieses Thema kontroversiell diskutiert, aber es ist notwendig, die bestmöglichste Variante zu finden. Der Verkehr wird immer mehr ! Ich kann dem nur zustimmen, da ich 53 Jahre in diesem wunderschönen Ort lebe.

    Ich habe bei meinen Bemerkungen zum bestehenden Vorschlag die Vor- und Nachteile für die 3 Viertel jeweils in der Früh (die Bewohner fahren in die Arbeit) und am Abend (sie kommen zurück) in einer Tabelle zusammengefasst. Dabei bedeuten die Abkürzungen:

    Sonnberg: Das Viertel zwischen Hochstraße und Großer Heide.
    Elisabethstrasse: Das Viertel von Hochbergstraße zum Sportplatz und dem Beginn der Weingärten.
    Ost: Das Viertel zwischen Donauwörther Strasse, Wienergasse, Salitergasse und Aspettenstrasse.

    V: Vorteil gegenüber der bisherigen Lösung
    N: Nachteil gegenüber der bisherigen Lösung
    =: Gleich gegenüber der bisherigen Lösung

    Tabelle

    Zusammenfassend läßt sich sagen, daß beim jetzigen Vorschlag die Nachteile überwiegen. Der einzige Vorteil wäre, daß der Marktplatz ein Einbahnsystem bekommt.

    mit besten Grüssen
    Christian Laske

  12. Die Diskussion um diesen Vorschlag zur Einbahnführung ist zu einem Abschluss gekommen.

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