Mehr Radverkehr stärkt örtlichen Einzelhandel

Titelfoto zur Studie  

Foto: Michael Praschl

Studie Einkaufen und Radfahren

Potentiale des Fahrrads für den Einzelhandel in Österreich

82 Prozent der Einkaufsfahrten mit dem Auto sind kürzer als fünf Kilometer
Das Fahrrad hat besonders bei Einkaufsfahrten noch ein enormes Potential. Wie eine neue Studie des Lebensministeriums und der Wirtschaftskammer Österreich (Fachverband Fahrzeugindustrie, Sparte Verkehr, Sparte Handel und Bundesgremium Sportartikelhandel) zeigt, sind über 80% der Einkaufsfahrten mit dem Pkw kürzer als 5 Kilometer. Die Hälfte aller Einkäufe wiegt weniger als 5 Kilogramm, somit könnten viele Einkaufsfahrten auch mit dem Fahrrad mit einem Transportkorb erledigt werden.

50% aller Einkäufe wiegen weniger als 5kg
Ein oftmals genannter Grund, warum der PKW dem Fahrrad als Verkehrsmittel zum Einkaufen vorgezogen wird, liegt bei der größeren Transportkapazität. Allerdings zeigen sich aus empirischen Beobachtungen, daß die Hälfte aller Einkäufe weniger als 5 kg wiegt und sich rund 70 % der getätigten Einkäufe problemlos per Fahrrad oder Korb nach Hause transportieren lassen.

RadfahrerInnen kommen häufiger ins Geschäft
Mehr als 80 % der fahrradnutzenden Personen in Österreich versorgen sich zumindest mehrmals wöchentlich in den Handelsgeschäften. Im Vergleich dazu kommen die durchschnittlichen PKWNutzerInnen auf 68 % im selben Zeitraum, d.h. RadfahrerInnen sind häufige und treue KundInnen. In Summe geben RadfahrerInnen pro Einkauf rund 20 Euro aus.

2,5 Mrd. Euro Kaufkraftvolumen durch das Fahrrad (6,6% Marktanteil)
Aus den Nutzungsintensitäten sowie den unterschiedlichen Warengruppenpräferenzen wird das Kaufkraftvolumen „Rad“ gebildet. Für Gesamtösterreich ergibt sich ein Marktanteil von 6,6 %, den der Fahrradeinkauf am gesamten Kaufkraftvolumen einnimmt. Dies entspricht einer Summe von 2,53 Mrd. €. Da das Fahrrad aufgrund des Kurzstreckenverkehrs auf funktionierende Nahversorgungsstruktur angewiesen ist, wäre das Kaufkraftvolumen mit einer flächendeckenden Nahversorgung rund 3,9 Mrd. Euro (9,7% Marktanteil).

Mehr Radverkehr stärkt örtlichen Einzelhandel
Aus der Modellberechnung konnte abgeleitet werden, daß eine Erhöhung des Radverkehrs um 1 % (und zwar der Nutzungsintensität „gelegentliche Fahrradnutzung zum Einkaufen“), gleichzeitig ein zusätzliches Umsatzpotential von 0,2 % für den lokalen Einzelhandel realisieren läßt. Dies entspricht einer Summe von € 87,6 Mio. die überwiegend durch (zentrale) Handelsangebote realisiert werden kann. So wie radfahrende KundInnen auf eine funktionierende Nahversorgung angewiesen sind, ist der lokale Einzelhandel stärker auf radfahrende KundInnen angewiesen.

-> Das Potential für das Fahrrad beim Einkaufen ist groß!


Quelle: http://www.klimaaktiv.at/article/articleview/82815/1/11995

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