Vorschlag: Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Kaltenleutgebenerbahn

Folgender Vorschlag erreichte uns per Email von einem Anrainer in der Pirquetstraße:

der Straßenverkehr in und um Perchtoldsdorf hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Kaltenleutgebener Straße, die Hochstraße, die Ketzergasse und die Willergasse in Rodaun sind von Staus betroffen, die man sich vor 10 Jahren nicht hätte vorstellen können; in Perchtoldsdorf staut es regelmäßig um den Kreisverkehr Donauwörterstraße/Plättenstraße und in der Mühlgasse, in Liesing in der Perchtolsdorfer Straße und der Breitenfurter Straße. Es ist wirklich mühsam geworden, von Perchtoldsdorf nach Wien zu fahren – nicht nur mit dem Pkw, auch die Busse stecken im Stau – und die Lebensqualität – auch der Perchtoldsdorfer – leidet.

Ich bitte Sie daher, Druck auf die Landesregierungen von Niederösterreich und Wien auszuüben, damit auf der Kaltenleutgebener Bahn der Personenverkehr wieder aufgenommen wird und den Perchtoldsdorfern, den Rodaunern und den Kaltenleutgebnern damit die Möglichkeit geboten wird, staufrei und schnell nach Wien zu fahren.

Auch ohne den – offenbar noch nicht ad acta gelegten – Bau einer riesigen Wohnanlage auf dem Gelände der früheren Zementfabrik ist die Verkehrssituation in Perchtoldsdorf und Rodaun derart unbefriedigend geworden, dass eine Verlagerung des Pendler- und Schülerverkehrs von der Straße auf die Schiene dringend notwendig geworden ist.

29 Antworten

  1. Einbahnregelungen & Co bringen vielleicht eine Verschiebung des Verkehrs von einer zur anderen Straße, lösen das Problem der Quantität des Verkehrs aber nicht. Wenn es möglich wäre eine sinnvolle! und attraktive Lösung für die Bewohner zu erarbeiten. Z.B. gratis Parkflächen vor den permanent überfüllten Gebieten bzw. dass die drei (oder so) Stationen in den Bereich der Kernzone Wien fallen und somit der Umstieg leichter fällt (ich selbst wohne 2 Stationen der Buslinie 256 im Bereich NÖ und hierfür 1,80?)

    Vielleicht wäre auch eine „Verlängerung“ nach Breitenfurt/ Laab interessant, da die Breitenfurter Straße ein Nadelöhr darstellt und offensichtlich kein wirkliches Verkehrskonzept für diese (wachsende) Gegend besteht.

  2. Ich würde diese Verbindung nach amerikanischen Vorbild zum Radtrail ausbauen. Damit würden mehr Leute dazu angehalten sich sportlich zu betätigen und könnten auf diesen Weg bis Liesing fahren.

    Hier die Initiative aus den USA:

    http://www.railstotrails.org/ourWork/trailBuilding/index.html

    Ich hatte dieses Jahr das Vergnügen einige dieser sehr gut ausgebauten Strecken zu befahren und es ist eine echte Bereicherung für den Fremdenverkehr inkl. des Erholungsgebiets, da somit die Heide und Kaltenleutgeben mit dem Rad, Inlineskates und Scootern einfach erreichbar wäre.

    • Es gibt parallel bereits einen sehr gut ausgebauten und angenommenen Radweg. Sehe also keinen Sinn darin.

    • Meiner Meinung nach ist es nicht gut, verschiedene Wege der Autoverkehr-Verringerung gegeneinander auszuspielen. Mit dem Rad nach Liesing zu kommen, ist derzeit nicht so das Problem. Mit Öffis (so man nicht an der Schnellbahn wohnt) schon eher. Ausserdem erreicht man mit einer Straßenbahn-ähnlichen Lösung auch jene, die lieber nicht mit dem Fahrrad fahren wollen oder können.

      lg
      Peter Helbok

  3. Auch eine interessante Lösung: http://www.kvv.de/kvv/der_kvv/karlsruher_modell.php

  4. Die Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Kaltenleutgebnerbahn wäre dann interessant und würde sicher auch von vielen angenommen werden, wenn die „Zone 100“ erweitert werden könnte.
    Auch eine O-Bus-Verbindung auf der Trasse der Kaltenleutgebnerbahn wäre zu überlegen.

  5. Züge auf der Kaltleutgebnerbahn wären zu den Berufsverkehrzeiten 7-9 bzw. 17 – 19h zu überlegen, mit einfachen Wartehäuschen und Zone 100. Tagsüber erwarte ich mir keinen Bedarf.

  6. […] unserem Blog wurde die Fragestellung schon konkreter angesprochen: „360er neu“ bzw. „Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Kaltenleutgebner Bahn“, die Texte können auch als Impulsreferat für die Diskussion unter TOP 3 verstanden […]

  7. Als möglicher betroffener Anrainer bin ich natürlich strikt dagegen. Erstens sehe ich den Bedarf nicht, da ja die Pdorfer lieber mit ihren übergroßen SUVs fahren, 2. löst das noch mehr Stau aus, da der Verkehr auf wichtigen Straßenzügen periodisch unterbrochen würde und 3. die Kosten/Nutzenrelation nicht aufgehen wird. Ehe man fordert sollte man mal eine seriöse Bedarfserhebung starten !

    • Da kann ich mich nur anschließen, ich finde die Aufnahme des Schienenverkehrs auf der eingleisigen Strecke als reinen Schildbürgerstreich,da:

      1.) Die Strecke nur einseitig befahren werden kann.
      2.) Der Normalverkehr aufgehalten wird und noch mehr Stau entsteht, da es keine Brücken oder Unterführungen gibt.
      3.) Die Leute lieber mehr Sport machen sollten und hier ein Ausbau zu einem Radweg mehr Sinn machen würde.
      4.) Es wird hier über Verkehrsberuhigte Zonen gesprochen, worunter eine Bahn wohl kaum fällt, mit der Lärmbelastung und dem Energieaufwand für vergleichbar wenig nutzen.
      5.) Es keinen Touristischen Anreiz bringt bzw. keiner der Bahnhöfe die angefahren würden Parkmöglichkeiten bietet.
      6.) Der Aufwand dies zu realisieren (Umbau der Bahnhöfe – Stand der Technik?, Umbau der Bahnstrecke, Ausbau der Parkplätze bei den Bahnhöfen) viel zu teuer währe
      7.) Das Problem nur verlagert würde, man tauscht ein übel gegen das Nächste.
      8.) Die Liegenschaften der Anreiner entwertet werden würden, wer will schon die Bahn vor dem Fenster haben und dadurch billige Wohngegenden in einer Hochpreisgegend entstehen würden – siehe Beispiel Wien, was in den Jahren draus geworden ist – Bezirke Gürtelnähe.
      9.) Mehr Schienenverkehr bedeutet den Landcharakter zu verlieren und gleichgesetzt mit Wien zu sein, als nächstes werden die Bebauungspläne geändert und wir bekommen Hochhäuser, weil’s dann schon egal ist, wenn der Baugrund in der Gegend nichts mehr kostet.

      Man könnte diese Liste beliebig weiter führen.

      • 10.) Die Zone 100 werden wir in NÖ nie bekommen, diese Diskussion geht schon seit vielen Jahrzehnten, somit wird niemand täglich für diese kurze Strecke extra zahlen wollen und somit fällt das Projekt schon dadurch.

      • Ad 1. Eine eingleisige Strecke hat eine hohe Kapazität, wesentlich höher als eine Straße. Theoretisch ist ein Halbstunden-Takt möglich, den die derzeitige Strecke sogar ohne Ausbau zuläßt.
        Ad 2. Bei der Badnerbahn fahren in den Spitzenzeiten die Züge alle 7/8 Minuten, ohne dass der Verkehr auf der vielbefahrenen Triesterstraße zusammenbricht. Das müsste ja dann für jede Ampel gelten, die den Verkehrsfluß unterbricht.
        Ad 3. Sportliche Betätigung hat nichts mit der Bahn zu tun.
        Ad 4. Wer schon mit den neuesten Fahrzeugen wie z.B. dem Ulf der Wiener Linien gefahren ist, wird feststellen, dass es dabei einen so geringen Lärmpegel gibt, dass es in Fußgängerzonen zu gefährlichen Situationen kommt, weil die Bahn überhört wird. Es ist jedenfalls Stand der Technik, Fahrzeuge bereitstellen zu können, die einen lärmarmen Betrieb garantieren.
        Dazu kommt, dass man mit Betrieb nach Straßenbahn-Betriebsordnung nicht an jeder Kreuzung einen Achtungspfiff abgeben müßte.
        ad 5. Da bin ich völlig anderer Ansicht, denn Perchtoldsdorf bietet schon alleine einen großen touristischen Anreiz! Dann gibt es die Heide in Reichweite, der Wienerwald und da im Laufe der Strecke Ziele wie Wiener Hütte und Kammerstein Ruine! Vom gefahrlosen Heurigenbesuchsverkehr schon mal ganz abgesehen.
        ad 6. Da sollten ja nicht unbedingt Leute ermutigt werden, von weit weg zu einer dieser Stationen zu fahren. Am wichtigsten ist der Parkplatz in Kaltenleutgeben beim Zementwerk.
        ad 7. Sehr richtig. Aber der Bahnverkehr ist umweltfreundlich und effizient.
        Verursacht keinen Stau und die Mehrheit der Bevölkerung würde davon profitieren.
        ad 8. Dieses Argument ist beim Gürtel wohl eher auf die vielen Autos zurückzuführen und nicht auf den öffentlichen Verkehr. Im Wien werden die Grundstückspreise durch die U-Bahn in die Höhe getrieben. Spätestens wenn das Erdöl zur Neige geht, werden die mit öffentlichen Verkehrsmittel erschlossenen Regionen massiv im Wert steigen.
        ad 9. Eine durch nichts nachvollziehbare Meinung, die jedweder Fakten entbehrt. Das eine hat doch wirklich nicht mit dem anderen zu tun.

      • Eine Anmerkung dazu:

        Möglicherweise existiert Bedarf in den Spitzenzeiten zwischen 7 und 9 resp 17 und 19 Uhr. Dazwischen und da verweise ich auf die Erfahrung mit den leeren „Stadtbuslinien“ (1,2,3 oder wie immer sie heißen) fahren sie „Leerkilometer“. Wie sich das rechnen soll kann ich nicht nachvollziehen. Ich ersuche die Initiatoren dieser Studie mal um transparente Kosten- Nutzenanalyse der heute bestehenden Öffis!

      • Eine genaue Kosten-/Nutzenanalyse ist sicherlich interessant, wenn auch nicht ganz trivial. Es hängt erstens vom gewählten Zeitraum ab, und zweitens ist davon auszugehen, dass sich die Kosten-/Nutzenrelation mit der Zeit verändert. Schließlich ist die Kosten-Nutzen-Relation auch für alle Alternativen zu erstellen, um die beste Option auswählen zu können. Es sind die relevanten Parameter zu eruieren und deren Entwicklungen über mehrere Jahrzehnte abzuschätzen.

        Die alternativen Systeme, die zu vergleichen sind, sind auf der eine Seite der motorisierte Individualverkehr und auf der anderen Seite der öffentliche Verkehr. Zu vergleichen sind Investitions-, Betriebs- und Erhaltungskosten. Ein entscheidender Faktor wird z.B. der Ölpreis und dessen Entwicklung sein. Es muss wohl davon ausgegangen werden, dass der Ölpreis tendenziell noch eine ganze Weile weiter steigen wird, mitunter auch heftige Ausschläge auftreten werden. Mit steigendem Ölpreis wird die Bedeutung öffentlicher Verkehrsmittel, insbesondere solcher, die ohne fossile Energieträger auskommen zunehmen. Das würde vor allem die Betriebskosten betreffen, aber auch die Gegenüberstellung der Erhaltungskosten wird relevant sein.

      • Da die Gleiskörper nicht elektrifiziert sind, sind wir hier auch von Öl bzw. Kohle abhängig, ob das leiser wird bezweifle ich stark.

      • Extrem viel von dem Auto-Verkehr, unter dem alle leiden – sei es als betroffener Anrainer, sei es als im Stau steckender Autofahrer, sei es als RadfahrerIn mit gefährlichen (Autostrassen-) Streckenteilen – wird in P´dorf selbst produziert und zwar durch die Wien-PendlerInnen.

        Eine Reaktivierung der Kaltenleutgebener-Bahn hätte – v.a. wenn es eine Fortsetzung der Strecke von Liesing nach Siebenhirten U-Bahn gibt – einen enormen Umsteige-Effekt und damit einen Entlastungseffekt. Die Erfahrungen in Wien zeigen, dass sehr viele vom Auto auf Öffis umsteigen, wenn ein modernes (Barrierefrei, klimatisiert, bequem), schnelles (viel schneller als der Bus) öffentliches Verkehrsmittel mit guter Anbindung zur Verfügung steht. Ausserdem wäre es damit möglich, einen Gutteil des P´dorf querenden Verkehrs aus dem Kaltenleutgebener Tal (und der wird mehr!!!) umzuleiten.

        lg
        Peter Helbok

    • Es hätte für Sie als Anrainer den benefit, dass diese Trasse sicher nicht mehr als Straße ausgebaut werden kann. Und das wäre für Sie ja wohl der GAU.

      • Ich bin mir nicht sicher, was weniger anstrengend ist, jeden Tag den Lärm der Bahn oder der Autos vor dem Fenster, die Autos sind zumindest gleichbleibend, die Bahn bringt alles zum Beben.
        Aber eigentlich dachte ich, dass wir in einem Ort und keiner Großstadt wohnen und somit keine Straßenbahn hier nötig sei. Somit ist ein Rad und Erholungsgebiet die beste Lösung für Anreiner und den Ort.
        Wir können ruhig ehrlich sein, falls hier eine Bahnverbindung eingerichtet wird, werden die alten Gleiskörper verwendet, sowie Garnituren die woanders nicht gebraucht werden.
        Somit ist man von einer Flüsterbahn weit entfernt, wie sie in Wien (einem Ballungsraum) benötigt wird. Für uns wirds nur eine Lösung spielen, die irgendwie Finanzierbar ist und dass ist eine Leise Lösung sicher nicht und ich habe Angst um meine Altersvorsorge (Haus und Grundstück)

      • @heinz: Ich kann die Befürchtungen nachvollziehen, sie sind durchaus berechtigt. Ich wohne in der Ketzergasse und als meine Eltern das Grundstück kauften, fuhren (gezählt) 7 Pkw in der Stunde. Das änderte sich schlagartig, als die Südbahnunterführung gebaut wurde. Der Wert des Hauses ist innerhalb von 3 Wochen wahrscheinlich auf die Hälfte gesunken. Ich kann Ihnen nur versichern, es ist die Hölle, da helfen auch keine Schallschutzfenster, der Garten ist nicht benützbar und nur mehr Arbeit.

  8. […] Vorschlag: Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Kaltenleutgebenerbahn, 360er neu […]

  9. Wieso machen wir daraus nicht eine Hauptverkehrsstraße bzw. eine Schnellstraße, damit hätten wir mit der Anbindung an die Brunnerstraße auch eine an die Autobahn inkl. eine direkte Wienanbindung und mit zwei Fahrspuren in jede Richtung, könnten wir nach Vorbild der Brunnerstraße/Favoritenstraße u.a. viel mehr Verkehr aus Perchtoldsdorf raus und rein bekommen.

    • Klar, dann könnte man die Ketzergasse verkehrsberuhigt gestalten :))

  10. Der Entwurf für neue Eisenbahn- bzw. Lokalbahnverbindungen in und um Perchtoldsdorf diskutiert eine Reihe von Streckenvarianten, von denen allerdings keine die Relation Wien Rodaun – Mödling abdeckt, d.h. jene Strecke, die früher vom 360er bedient wurde.
    Aus meiner Sicht ist eine Verbindung von Mödling, Maria Enzersdorf, Brunn a.G. und Perchtoldsdorf zur Straßenbahn 60 in Rodaun sinnvoller als eine Anbindung an die S-Bahn in Liesing.
    Die S-Bahn bietet eine sehr schnelle Verbindung zwischen Liesing und Mödling, eine neue Lokalbahn von Liesing S nach Mödling S erscheint mir nicht besonders sinnvoll.
    Dagegen sind die Verbindungen von Mödling, Maria Enzersdorf, Brunn a.G. und Perchtoldsdorf in den Westen von Wien (Bezirke 13 und 14 sowie Mauer) mangelhaft; von Mödling oder Liesing nach Hietzing zu kommen, ist ziemlich mühsam, eine direkte Verbindung aus diesen Gemeinden zur Straßenbashn 60 und mittels dieser in den Westen von Wien wäre aus meiner Sicht sehr begrüßenswert.

  11. Quelle: http://liesing.oevp.at/21651/?MP=61-4628

    U-Bahn oder S-Bahn vor die Tore Liesings verlängern!

    Teile Liesings ersticken im Einpendlerverkehr und ganze Bezirksteile werden „zugeparkt“!

    Teile Liesings ersticken im Einpendlerverkehr und ganze Bezirksteile werden „zugeparkt“! Ursache ist das Fehlen von Massenverkehrsmitteln wie U-Bahn und S-Bahn in das südwestliche Umland Wiens, also den Nachbargemeinden Liesings. „Es ist höchste Zeit, dass endlich U-Bahn oder S-Bahn in dieses Gebiet gebaut werden,“ fordert Ernst Paleta von der Liesinger ÖVP und erinnert an einen alten ÖVP-Lösungsvorschlag: „Seit Jahren fordern wir die Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Trasse der Kaltenleutgebner Bahn als „Shuttle“ zum Liesinger Bahnhof, um zumindest einen Teil der Einpendler schon vor bzw. an der Stadtgrenze auf die Öffis umzuleiten!“ Tatsächlich ist es für viele unverständlich, warum diese intakte Eisenbahntrasse nur für Lastverkehr, aber nicht für Personenverkehr genützt wird. In weiterer Folge könnte lt. Paleta auch ein rd. 700 Meter langer Bahn-Tunnel nach Breitenfurt geschlagen werden, um auch schon dort die Pendler auf die Massenverkehrsmittel zu bringen. Von Breitenfurt wäre es dann auch nicht mehr allzu weit zur Westbahn, sodass eine Weiterführung des „Shuttles“ bis Hütteldorf oder zum Westbahnhof möglicherweise „der Hammer“ für die aus dem Südwesten kommenden Pendler wäre. Gleichzeitig würde damit auch eine rasche Öffi-Verbindung von Liesing in den westlichen Teil Wiens entstehen. Die Verlängerung der U 6 von Siebenhirten ins südlich gelegene nö. Umland wäre ein weiterer Schritt zu einer Umsteigemöglichkeit auf die Öffis bereits vor der Stadtgrenze. Laut Paleta wäre auch der Bau einer U-Bahn von Breitenfurt zur U 4 eine Variante, über die man nachdenken sollte. Alle diese Varianten haben den großen Vorteil, dass an den Endpunkten ausreichend Flächen zur Schaffung von P & R – Plätzen zur Verfügung stehen. „Die derzeit laufende Diskussion um ein Parkpickerl in Liesing würde sich dadurch von selbst erledigen,“ ist Paleta überzeugt.

    • Dann fassen wir mal zusammen, was zwischen den Zeilen in diesem Beitrag steht:

      Derzeit wird Liesing zugeparkt und deswegen sollen weiter draußen Einsteigsstellen geschaffen werden um Liesing zu entlasten.

      Das bedeutet somit, dass einerseits die Grundstücke auf dem Weg zu den Einstiegstellen entwertet werden, wegen dem Lärm die diese Verbindung mit sich bringt und anderer Seits die Grundstücke kräftig an Wert verlieren die direkt bei den Einstiegsstellen liegen, da es dort keine Parkplätze mehr gibt. Es kommen schließlich keine Fahrzeuge aus dem Umland mehr nach Wien, sondern bleiben vor den Toren Wiens stehen.

      Wollen wir das wirklich?

      In der Realität wird es so sein, dass nur Leute die 1-2 Minuten von den Einstiegsstellen entfernt sind das Auto stehen lassen und somit wird der Kollateralschaden für die Region enorm, da das Flair von Perchtoldsdorf als ,,nicht Stadt“ komplett dem Bach runter geht und wir Wiener Verhältnisse bekommen.

      Das Resultat aus diesem Handeln ist ein Sinken der Lebensqualität, der Grundstückspreise und einer Art eingliedern in den Wiener raum mit dessen verminderte Lebensqualität.

      Siehe Beitrag von Heidemarie Krejci, am 23. Februar 2011, das trifft dann die gesamte Bahnstrecke in leicht veränderter Form.

      • Also eine S- oder U-Bahn ist sicher überdimensioniert, aber eine Straßenbahn hätte schon einen gewissen Charme. Der 360er hat einstens auch nicht den Flair von Perchtoldsdorf als „nicht Stadt“ gestört – im Gegenteil.

        Und für die Entwertung von Grundstücken im Einzugsbereich von Straßenbahnen hab ich auch noch keinen Beleg gefunden, es scheint auch eher das Gegenteil zu stimmen, bin aber noch am Recherchieren.

        Und mit „Wiener Verhältnissen“ würd ich eher die täglichen Staus assozieren und die haben wir ja jetzt schon 🙂

      • Gegen die Einführung des 360er hätte ich nichts und eine besser Anbindung Richtung Wien 13/14 ist sicher wünschenswert.

        Aber es ging in dem Beitrag der ÖVP darum, den Verkehr nach Niederösterreich zu verlängern, genauer gesagt um U-Bahn und S-Bahn, eine Forderung des 360er war nicht raus zu lesen.

        Hierbei solle man vielleicht in Betracht ziehen die U6 bis zur SCS zu verlängern, vielleicht auch bis nach Mödling, da es in der SCS dort ausreichend Parkplätze unter der Woche gibt um den Pendler das Umsteigen zu erleichtern, sowie zwei gute Autobahnanbindungen. Nur wird dieser Vorschlag von Wien boykottiert, da sie die SCS möglichst weit von Wien entfernt haben wollen oder sagen wir mal, die SCS überhaupt nicht wollen. Die Steuern kommen nun mal Niederösterreich zu gute.

  12. Kommentar zum Artikel in der Kronenzeitung vom 28.3.2011 „Liesing will eine S-Bahn oder U-Bahn bis Breitenfurt“:
    Die Kaltenleutgebener Bahn nach Breitenfurt zu verlängern, würde Infrastrukturinvestionen in erheblicher Höhe erfordern und erscheint mittelfristig wenig realistisch.
    Auch stellt Breitenfurt aufgrund seiner extremen Zersiedelung eine große Herausforderung für jegliche Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln dar.
    Die Überlegung, die Kaltenleutgebenerbahn dann gleich wieder bis zur Westbahn zu verlängern (also gleich mal noch einen zweiten Tunnel unter dem Lainzer Tiergarten zu graben) halte ich für eine Spinnerei von jemandem, der sich mit der Distanz zwischen Breitenfurt und der Westbahn nicht ganz auskennt.

    Das Ziel sollte es kurzfristig sein, den Personenverkehr auf der bestehenden Strecke der Kaltenleutgebener Bahn (wieder) aufzunehmen – bevor irgendein Politiker auf die Idee kommt, an ihrer Stelle eine Straße oder einen Radweg zu bauen.

  13. Als Anrainerin der Kaltenleutgebnerbahn kann ich nur hoffen, dass das ganze Projekt zu teuer ist und bald stirbt, denn keiner der nicht so wie wir direkt an den Gleisen wohnt kann sich vorstellen wie schlimm der Lärm ist, wenn die Bahn vorbeifährt. Kein Auto oder Bus rumpelt, stinkt und lärmt wie die ehemalige Kaltenleutgebnerbahn. Wir haben das erst jetzt (Hiataeinzug und Fronleichnamsumzug) gemerkt, wie störend das ist. Abgesehen davon: Wäre das dann ein Autoreisezug? Oder glaubt wirklich jemand, dass dann mehr Leute auf die Öffis umsteigen? Man braucht doch nur auf der STrecke Kaltenleutgeben-Wien schauen wieviele Personen da einzeln in ihrem AUtos sitzen. Fahrgemeinsschaften, das wäre mal eine Lösung, die den Verkehr gleich halbieren würde.
    Aufnahme der KALEU-BAhn: Nein Danke

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