Halbzeit der Perchtoldsdorfer Mobilitätstage

Was bisher geschah:

Eva Kniha von der Initiative „Querkopf – Denkraum für Kinder und Eltern“ stattete allen Perchtoldsdorfer Volksschulklassen einen Besuch ab und stellte die Pedi-Aktion vor, die am 22. September, dem Tag des Schulwegs und dem Autofreien Tag stattfindet. Sie erntete dabei viel Begeisterung und wir sind sehr zuversichtlich, dass mit dieser Aktion das Problem des Schulkinderzubringerverkehrs wesentlich entschärft werden kann. Währenddessen wurden alle 77 Haltestellen auf den Pedi-Linien ausgeschildert. Dort ist die Route zur nächsten Schule und die dazugehörige Gehzeit angegeben. Die Gehzeiten wurden großzügig bemessen, schließlich geht es um den Erlebnisschulweg und die Kinder sollen die Möglichkeit haben, abseits von morgendlichem Stress und Hektik zur Ruhe zu kommen.

Die Linien zur VS Kneippgasse sind hier einsehbar: Link

Die Linien zur VS Roseggergasse hier: Link

Martin Biribauer vom Mobilen Fahrradgeschäft ging mit seiner Pedelec-Roadshow auf Tournee durch ganz Perchtoldsdorf. Trotzdem das Wetter nicht immer wirklich freundlich war, konnten wieder viele Perchtoldsdorferinnen und Perchtoldsdorfer erstmals ein Fahrrad mit Elektroantrieb ausprobieren und alle kehrten von ihrer Testfahrt mit dem mittlerweile schon bekannten Lächeln zurück. Gerade in Perchtoldsdorf ist das Pedelec für viele Anwendungen das in jeder Hinsicht passendste Verkehrsmittel und es sollte nicht mehr allzu lange dauern, bis sie gehäuft im Straßenbild vorkommen und so ein weiterer wesentlicher Beitrag zur Entschärfung der Verkehrsproblematik geleistet wird.

Anlässlich der Radroutenbegehung/-befahrung am Samstag Vormittag kam es dann tatsächlich vor, dass zeitweise mehr Räder als Autos in manchen Perchtoldsdorfer Straßen zu sehen waren – obwohl wir mehr an verschiedenen Plätzen zusammenstanden und diskutierten als fuhren. Bürgermeister Martin Schuster, selbst ein überzeugter Radfahrer, Verkehrsplaner DI Michael Kniha vom Ingenieurbüro K2, Mag. Christian Pekar von der Cooperative Fahrrad und in der Wirtschaftskammer für Fahrradmobilität zuständig und gf. GR Christian Apl konnten ein profundes Gesamtbild über die Probleme des Radverkehrs im Allgemeinen und in Perchtoldsdorf im Speziellen vermitteln. Besichtigt wurde die neu gestaltete Kreuzung Leonhardiberggasse/Weingasse, der Heldenplatz in Hinblick auf eine mögliche Umgestaltung als Shared Space und die Kreuzung Franz-Josef-Straße/Matthias-Lang-Gasse. Hier ist es ein großes Anliegen, die Einbahn in der Matthias-Lang-Gasse für Radfahrende zu öffnen.

Ein entsprechendes Behördenverfahren – auch für viele andere Einbahnen in Perchtoldsdorf – ist bereits auf dem Weg. Nach einem ersten Resümee stößt das Anliegen, Perchtoldsdorf fußgänger- und radfahrfreundlicher zu machen im Wesentlichen auf zwei große Widerstände: zum einen die Straßenverkehrsordnung, die eigentlich eine Straßennutzungsordnung sein sollte, die immer noch voll auf den Kfz-Verkehr ausgerichtet ist und andere Verkehrsteilnehmende bestenfalls als Hindernis betrachtet. Ein signifkantes Beispiel dafür ist die Radwegnutzungspflicht. Der zweite große Widerstandsbereich hat mit unseren Mobilitätsgewohnheiten zu tun. Für viele ist das Auto anscheinend immer noch die einzig mögliche Verkehrsmittelwahl, obwohl sich nachweisen lässt, dass für viele Anwendungen jetzt schon andere Verkehrsmittel in jeder Hinsicht wesentlich geschickter wären.

Anschließend gab es noch eine Stärkung und viele weitere, interessante Gespräche beim neu eröffneten Fachgeschäft für Elektromobilität, Gerrystrom, in der Franz-Josef-Straße 10.

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