Marktplatz – Stärkung der Mitte – Präsentationsunterlage

Beim 15. Mobilitätsplenum am 29.11.2016 präsentierte Ing. Gerhard Nestler von der Firma FCP einen ersten Aufriss der Problemstellung. Hier kann die Unterlage heruntergeladen werden:

titelblatt-fcp-2016-11-29

Und Perchtoldsdorf TV hat einen knackig zusammenfassenden Beitrag dazu gestaltet:
https://www.youtube.com/watch?v=KBQPzqdAt1w

 

Marktplatz – Stärkung der Mitte

Am 29. November 2016 findet im Alten Burgsaal das 15. Mobiliätsplenum statt. Dieses ist diesmal ganz dem anstehenden Thema Neugestaltung Marktplatz gewidmet.

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Es sei Paul Katzberger zitiert:

Nach der Zerstörung der Burg Ottos I. von Perchtoldsdorf 1236 durch Herzog Friedrich II. gelang es seinem Sohn, Otto II. von Perchtoldsdorf, um die Mitte des 13. Jahrhunderts seine Hauptburg wieder aufzubauen und wesentlich zu vergrößern. Gleichzeitig errichtete er westlich von der Hauptburg im angrenzenden Burgwald die Burg „Kammerstein“ als Höhenburg.

In seiner Hauptburg verlegte er den nördlichen Eingang nach Osten, in dem er gegenüber der heutigen Wiener Gasse einen Torturm mit Zugbrücke errichtete. Um die gleiche Zeit, oder zumindest unmittelbar danach, vollzog sich unter Otto II. von Perchtoldsdorf die dritte Ortserweiterung nach Süden. Es entstand ein planmäßig angelegter Marktplatz (oberer Marktplatz) mit einer quadratisch angeordneten Stadtmauer, einer Stadtburg in der südöstlichen Ecke derselben und einem nördlichen wir südlichen Stadttor.

Mit der planmäßigen Anlage dieses befestigten Marktes nach dem Vorbild der fünf Jahrzehnte vorher von Herzog Leopold V. errichteten neuen Stadt auf dem Steinfeld (Wiener Neustadt 1192), hatte Otto II. eine Entwicklung eingeleitet, die vom Dorf zum Markt führte mit allen Voraussetzungen für den Status einer Stadt.“ – Katzberger, Siedlungsgeschichte, S. 87

Wie dieser Abstecher in die Entstehungsgeschichte des Marktplatzes zeigt, waren schon damals einige Aspekte wesentlich, die auch heute noch – natürlich in stark gewandelter Form – anzutreffen sind. Schon mit der Anlage hat Otto II. das Tor zur Weiterentwicklung des Ortes weit geöffnet. Und diese Funktion als Entwicklungsmotor des Ortes hat der Marktplatz bis heute beibehalten. Dort hat sich Platz und Ort immer wieder selbst erfunden und sich je nach Gegebenheit, Bedarf und Anlass neu gestaltet. Dabei vollzog sich die Entwicklung keinesfalls stetig, sondern meist in deutlichen Sprüngen, die sich oft über Jahrzehnte angebahnt haben.

Ein solcher Entwicklungssprung steht nun wieder an. Seit Jahrzehnten gärt die Diskussion was mit dem Marktplatz geschehen soll. Während die einen z.B. finden, dass das historische Ambiente nicht klar genug unterstrichen wird, finden die anderen, dass alles so bleiben soll, wie es ist. Es gilt nun die Diskussion in geordnete Bahnen zu lenken, um zu einem abschließenden Ergebnis zu gelangen.

Wie das geschehen soll, wird ein Gegenstand der Veranstaltung sein, die Präsentation der bisher gesammelten Ergebnisse der Interessens- und Bedarfserhebung ein anderer. Ein Teil der Bedarfserhebung wurde probehalber via Facebook unternommen. Weitere Wünsche oder Anregungen können hier als Kommentar hinterlassen bzw. am 29.11. persönlich vorgetragen werden. Vielen Dank für Ihren Beitrag!

Grundsatzbeschluss zur Zukunft der Trasse der Kaltenleutgebnerbahn

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 28.9.2016 unter TOP 14 einstimmig den Grundsatzbeschluss gefasst „Zukunftsperspektiven für die Kaltenleutgebner Bahntrasse im Sinne des Sachverhaltes auszuarbeiten und beauftragt den Mobilitätsausschuss die weiteren Schritte vorzubereiten.“

Hier der Sachverhalt aus dem Antrag im Volltext:

a) Verkehrsorganisation

Wie schon in verschiedenen Studien (Anhänge A bis D) festgestellt, ist das Straßennetz in der Region bereits an einigen Punkten an der Kapazitätsgrenze. Mit Errichtung der Wohnhausanlage Waldmühle Rodaun werden Engpässe im gegenwärtigen Verkehrssystem überstrapaziert, auch ist damit zu rechnen, dass in der Region weitere Großprojekte verwirklicht werden. Perchtoldsdorf ist vom Verkehr aus dem Kaltenleutgebner Tal nicht nur über die herkömmliche Anbindung zum übergeordneten Straßennetz über die Donauwörtherstraße – Mühlgasse bzw. Ketzergasse betroffen, sondern zunehmend auch durch den Ausweichverkehr über Wienerwald und die A23 (siehe Übersicht Anhang E). Über die derzeit ungenutzte Normalspur-Trasse der Kaltenleutgebnerbahn könnten Überlastungen besonders zu den Verkehrsspitzen vermieden bzw. reduziert werden.

b) Innovation

Um die geringere Auslastung außerhalb der Verkehrsspitzen zu nutzen, soll die Trasse auch als Forschungs- und Teststrecke genutzt werden. Im schienengestützten Personennahverkehr ist zu untersuchen, in wie ferne neuere technologische Entwicklungen eingesetzt werden können. Das Sondierungsprojekt „Tram on Demand“ hat ein weites Feld an zu beforschenden Themenbereichen eruiert, als da wären:

  • Akkubetriebene Schienenfahrzeuge
  • Autonom steuernde Schienenfahrzeuge
  • Bedarfsorientierte Fahrplangestaltung
  • Safety & Security in Mobilitätssystemen
  • Usability, Schnittstellengestaltung
  • Auswirkungen auf das räumliche Umfeld, Mobilitätsgewohnheiten

 

c) Strategie

Mit einem kombinierten Projekt, das einerseits zu den Verkehrsspitzen als Personentransportmittel eingesetzt wird und andererseits zu den Schwachlastzeiten diversen Forschungsaktivitäten zur Verfügung steht, sollen die entstehenden Kosten plausibel und vertretbar abgedeckt werden können.

d) Rechtliches/Organisatorisches

Für die Entwicklung und Installierung des Projekts soll ein Betreiberkonsortium unter Einbindung der relevanten Gebietskörperschaften, Ministerien, Forschungseinrichtungen und Vereinen zusammengestellt werden.
Aufgabe dieses Projektkonsortiums ist es, eine passende Organisationsstruktur aufzubauen und eine entsprechende Rechtsform zu finden und einzurichten, sowie einen Finanzierungsplan zu erstellen. Ein besonderer Fokus soll auch von Beginn an auf die Einbindung von AnrainerInnen und künftige NutzerInnen gelegt werden.

e) Die Bedeutung für Perchtoldsdorf

Konkret ist es ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion der Verkehrsbelastung. Mit dem Projekt einer innovativen Straßenbahn bekommt Perchtoldsdorf darüber hinaus ein weiteres Alleinstellungsmerkmal und Identifikationsangebot. Es ist ein Signal, den Öffentlichen Verkehr auch in suburbanen Siedlungsgebieten wesentlich attraktiver zu machen.

f) Die Bedeutung für die Länder Niederösterreich und Wien

Die Trasse der Kaltenleutgebner Bahn führt überwiegend über Niederösterreichisches Gebiet, hat aber ihre Endstellen auf Wiener Gebiet. Ihre Reaktivierung für den öffentlichen Personennahverkehr wäre allerdings ein Beitrag zur Reduktion der Verkehrsbelastung in beiden Ländern. Als Pilot- bzw. Leuchtturmprojekt könnte durch länderübergreifende Kooperation ein positiver Beispielfall etabliert werden, wie die Problematik des Öffentlichen Verkehrs in suburbanen Regionen entschärft werden könnte.

g) Die Bedeutung für Österreich

Die Verkehrssituation in der Region – und gewiss auch in anderen vergleichbaren Regionen – ist mehr oder weniger nach den Gesetzen des freien Marktes gewachsen und stößt nun an Grenzen, die von diesem nicht überwunden werden können. Daher ist ein staatlicher Lenkungseingriff nötig, wo der Boden für angemessenere Mobilitätssysteme mit Nachdruck aufbereitet wird. Österreich könnte sich hiermit als Standort zur Erforschung und Einführung zukunftsfähiger Mobilitätssysteme etablieren.

Anhang A: Bezirksverkehrskonzept Mödling, SUM 2014

Anhang B: Studie zu Nutzungsmöglichkeiten der Kaltenleutgebnerbahn für einen Personenverkehr, Seelmann 2010

Anhang C: Variantenvergleich Öffentlicher Verkehr Kaltenleutgebner Tal, Rittler 2013

Anhang D: Verkehr Kaltenleutgebner Tal, SUM 2013

Anhang E: Übersichtsplan

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Die Diskussion im Gemeinderat

zu diesem Tagesordnungspunkt kann hier ab Minute (1:27:43) eingesehen werden: Link

Erläuternde Anmerkungen

Wie bekannt, hat die Marktgemeinde Perchtoldsdorf die Trasse der Kaltenleutgebnerbahn von der ÖBB gepachtet und wird sie lt. unserem Gemeinderatsbeschluss vom 10.12.2014 Top 9 mit Ende des laufenden Jahres ins Eigentum übernehmen. Die Intention dieses Beschlusses war, das Verkehrsband als solches zu erhalten, um es verfügbar zu haben, falls sich neue technologische Entwicklungen abzeichnen.

Nun, diese neuen technologischen Entwicklungen zeichnen sich bereits ab. In wenigen Jahren wird zB der autonome Fahrbetrieb Standard sein, ebenso wie der akkuelektrische und damit weitgehend emissionsfreie Antrieb. Damit eröffnen sich auch für Öffentliche Verkehrsmittel völlig neue Möglichkeiten, die es zu entwickeln und auszuloten gilt. Nämlich insbesondere auch hier bei uns im sogenannten suburbanen Raum mit seinem relativ hohen Flächenbedarf bei geringerer Siedlungsdichte als im städtischen Gebiet. Eine dieser völlig neuen Möglichkeiten betrifft zB die sogenannte Gefäßgröße. Diese muss unter den neuen Voraussetzungen nicht mehr möglichst groß sein, um möglichst viele Personen auf einmal zu transportieren, sondern kann auch kleiner ausgeführt werden und sich damit wesentlich besser in das gegebene örtliche Umfeld integrieren, was zu einer größeren Akzeptanz führen wird.

Um etwaige Missverständnisse von vorne herein auszuräumen: Es geht keinesfalls darum auf der Kaltenleutgebner Bahn wieder Vollzüge fahren zu lassen. Das wurde in verschiedenen Studien ja schon untersucht – mit dem Ergebnis, dass es wirtschaftlich nicht vertretbar erscheint. Die Betonung im Antragstitel liegt vielmehr auf Reaktivierung für den öffentlichen Personennahverkehr. Und unter den gegebenen Voraussetzungen kann es nur um die Entwicklung eines verträglichen Verkehrsmittels gehen, das eine möglichst breite Akzeptanz erzielt.

Im nächsten Schritt geht es überhaupt nur darum ein Konsortium zusammenzuführen, das sich dieser durchaus sehr vielschichtige Problemstellung auch sinnvoll annehmen kann. Und ohne eindeutiges Signal seitens der Gemeinde macht es wenig Sinn an potenzielle Konsortialpartner heranzutreten.

In den dann zu erstellenden Konsortialvertrag werden selbstverständlich alle zB seitens Anrainerschaft artikulierten Bedürfnisse eingearbeitet und selbstverständlich wird der Vertragentwurf dann dem Gemeinderat zur weiteren Beratung bzw. Beschlussfassung vorgelegt, selbstverständlich bevor noch irgendetwas auf der Strecke passiert.

Wir haben jetzt als Gemeinde die einmalige Gelegenheit bei dieser Entwicklung ganz weit vorne mit dabei zu sein und ich möchte herzlich einladen, diese Chance nicht passiv verstreichen zu lassen.

 

 

Förderung der Jahresnetzkarte bleibt

Da der VOR den Tarifzonenplan im Juli 2016 umstellte, mussten auch die Anträge zur Förderung der Jahresnetzkarte in Höhe von € 50,- mit Ein- oder/und Ausstiegstelle in Perchtoldsdorf angepasst werden. Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am 28.9.2016 unter TOP 13 einmütig dafür ausgesprochen, dass die Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel auch weiterhin gefördert werden soll.

Das Antragsformular auf Zuschuss für PerchtoldsdorferInnen ist hier erhältlich: Link

Und das auf Zuschuss für EinpendlerInnen hier: Link

Regionale Leitplanung Bezirk Mödling

Unter dem Motto „Aufbruch der Region“ fand am 5. Juli die Abschlussveranstaltung zur Regionalen Leitplanung Bezirk Mödling in der Stadtgalerie Mödling statt.

Zahlreiche Vertreter des Landes und der Gemeinden, an der Spitze der zuständige Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, fanden anerkennende Worte zu der gemeinsamen Strategie, die in einem 2 jährigen Prozess erarbeitet wurde.

Durch die direkte Nähe zu Wien und die gute Erschließung handelt es sich beim Bezirk Mödling um einen Raum, der sich in den letzten Jahrzehnten sehr dynamisch entwickelt hat. So hat der Bezirk einen Bevölkerungszuwachs von ca. 68.000 Personen im Jahr 1961 auf knapp 117.000 Personen im Jahr 2015 erfahren – eine Bevölkerungszunahme von über 70%. Diese Entwicklung wird sich, eingebettet in die dynamische Entwicklung der Stadtregion Wien, in den nächsten Jahren fortsetzen.

Dabei ist der Bezirk als einer der wirtschaftsstärksten Regionen in Österreich vielfach schon jetzt mit den Folgen und Grenzen des Wachstums konfrontiert: So gibt es vor allem im regionalen Straßennetz nur mehr geringe freie Reserven, einige Kreuzungen sind zu den Spitzenzeiten bereits jetzt überbelastet.

Überlastungsprobleme treten infolge der starken Bodenversiegelung auch vermehrt im (Siedlungs-) Wasserbau auf. Wohnbauprojekte führen auf Grund des befürchteten zusätzlichen Verkehrs vielfach zu Anrainerprotesten – gleichzeitig gilt es aber, vor allem für orts- bzw. regionsansässige Jugendliche und Jungfamilien, leistbaren Wohnraum zu schaffen.

Dementsprechend bekennen sich Land und Gemeinden zu einem kontrolliertem Wachstum an den geeigneten Standorten, zum Schutz des Naturraums, zur Förderung der Lebensqualität und zu einer neuen Mobilitäts- und Kooperationskultur.

Der regionale Leitplan weist 7 Zielgebiete für eine interkommunale Entwicklung aus, wobei vor allem die Bahnhöfe bzw. die Erschließung mit dem öffentlichen Verkehr eine wichtige Rolle spielen Innen- vor Außenentwicklung, die Entwicklung der Ortszentren hat hohe Priorität. Die Um- und Nachnutzung vorhandener Bausubstanz steht zB. im Mittelpunkt eines Folgeprojekts, das gemeinsam mit Wien im Rahmen eines EU Projekts im Marktviertel Vösendorf umgesetzt werden soll. (URBACT III sub>urban, reinventing the fringe ).

Zum Thema neue Mobilitätskultur wurden im Rahmen von Radland Niederösterreich bzw. der Energie- und Umweltagentur die Projekte Radlgrundnetz Mödling und E-carregio initiiert. Verkehrserzeugende Projekte sollen in Zukunft noch besser abgestimmt werden.

Das Thema Naherholung, koordinierte Entwicklung des Freizeitwegenetzes wird aktuell vom Biosphärenpark Management im Kaltenleutgebner Tal (ausgehend von den ehemaligen Steinbrüchen) bearbeitet.

Die Kooperation der Gemeinden untereinander und mit dem Land Niederösterreich soll weiter intensiviert werden. Als erfolgreiches Beispiel kann hier die seit mehr als 10 Jahren bestehende ARGE Krottenbach angeführt werden, wo in Kooperation Fachabteilungen Land NÖ, BH Mödling, Schwechat Wasserverband / 8 Gemeinden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und Standards entwickelt wurden, die Vorbild für den gesamten Bezirk sind.

Im Sommer 2014 wurde das Planungsbüro stadtland mit der Erstellung der Regionalen Leitplanung Bezirk Mödling beauftragt. Die Gemeinden wurden im Projekt durch den GVA Mödling (Gemeindeverband für Abgabeneinhebung und Umweltschutz im Bezirk Mödling, Obmann LAbg. Bgm. Martin Schuster) vertreten. Die Gesamtkoordination des Prozesses lag beim Stadt Umland Management Wien – Niederösterreich.

Zukünftig sollen politische Beschlüsse der Bezirksgemeinden zu regionalen Themen im Rahmen der Bürgermeisterkonferenz der BH Mödling gefasst werden. Der GVA Mödling soll als regionale Trägerorganisation weiter entwickelt werden. Ziel ist es, bestehende Strukturen optimal für die weitere Arbeit zu nutzen.

Weitere Informationen unter http://www.stadt-umland.at/index.php?id=133

SUM-Presseaussendung vom 6.7.2016, Autor: DI. Andreas Hacker

TÜV Austria: Masterlehrgang präsentierte Safety-Analysen der interdisziplinären Projekte „Tram on Demand“ und „Virtual Vehicle“

mehr dazu hier: https://tramondemand.wordpress.com/2016/02/29/tuev-austria-masterlehrgang-praesentierte-safety-analysen-der-interdisziplinaeren-projekte-tram-on-demand-und-virtual-vehicle/

Gauguschgasse: Maßnahmen zeigen Wirkung

Es liegen aktuelle Zahlen zu den jüngst gesetzten Maßnahmen (Anrampungen und Verengungen) in der Gauguschgasse vor. Im Vergleich zu ortsgleichen Messungen aus dem Oktober 2014 fahren nun an Werktagen etwa 200 bis 300 Fahrzeuge pro Richtung weniger durch, das entspricht 10 bis 15% des täglichen Verkehrsaufkommens. Das durchschnittliche Geschwindigkeitsniveau hat sich dabei in beiden Richtungen von 50 km/h auf etwa 40 km/h gesenkt.

Hier können die zugehörigen Erhebungsprotokolle eingesehen werden:

So weit, so erwünscht. Wie vorherzusehen war, gibt es natürlich auch einige weniger erwünschten Nebenwirkungen. Besonders die einstweilen provisorisch aufgestellten Betonringe sorgen für reichlich Unmut und der Lkw-Verkehr hat sich zwar in der illegalen Richtung zur Mühlgasse hin deutlich reduziert, aber auch in der Gegenrichtung und dürfte nun zum Teil illegalerweise über die obere Mühlgasse ausweichen.

Es geht nicht nur um die Gauguschgasse

Durch die Gauguschgasse hatte sich immer mehr ein weitgehend ampelfreier Schleichweg insbesondere zwischen dem westlichen 23. Wiener Gemeindebezirk und dem Autobahnanschluss Brunn am Gebirge etabliert. In der Morgenspitze kamen beispielsweise etwa 50% des in die Gauguschgasse einfahrenden Verkehrs die Wienergasse von Liesing herauf, weitere 40% von der Ketzergasse her durch die Franz-Siegel-Gasse und nur 10%  von der Plättenstraße her. Von diesem großräumigen Ausweichverkehr war natürlich nicht nur die Gauguschgasse sondern insbesondere auch das nördlich davon gelegene Siedlungsgebiet, also der Sooßenhügel mit zahlreichen ungeregelten Kreuzungen, und die untere Mühlgasse belastet.

Zur grundlegenden Problematik sei auch auf diesen Beitrag verwiesen.